Erhält das Freibad Gruebi den Segen der Stimmbürger?

Adelboden

Ende Monat werden die Stimmbürger über zwei wichtige Traktanden entscheiden: Es geht um die Zukunft des Freibads Gruebi und eine Überbauungsordnung für einen neuen Hoteltrakt beim Berggasthaus Engstligenalp. Der Gemeinderat lud zu einer Infoveranstaltung ein.

Eine Badi mitten in den Alpen mit offener Zukunft. Wie es mit dem Schwimmbad Gruebi weitergeht, wird das Adelbodner Stimmvolk anlässlich der ­Gemeindeversammlung und per Urnenabstimmung entscheiden.

(Bild: Corina Kobi)

Das Spätjahr 2017 kann Gemeindegeschichte schreiben. An der Adelbodner Gemeindeversammlung vom 24. November und zwei Tage danach an einer Urnenabstimmung wird unter anderem über die Zukunft des Freibads Gruebi entschieden.

Ein wichtiges Traktandum wird auch die Genehmigung der gesetzlichen Grundlagen sein, welche es ermöglichen, beim Berggasthaus Engstligenalp einen neuen Hoteltrakt zu erbauen.Die zuständigen Gemeinderäte, interne und externe Fachleute stellten am Montagabend die beiden Projekte vor.

Leitung sanieren so oder so

Die Schwimmbadvorlagen für die beiden Abstimmungen sind unterschiedlich, gehören aber zusammen. Am 24. November wird lediglich für oder gegen einen Verpflichtungskredit von 350'000 Franken abgestimmt, mit dem die öffentliche Mischwasserleitung in einer zweiten Etappe saniert werden soll. Diese Arbeiten müssen ungeachtet des Ausgangs des Urnengangs gemacht werden und finden zusammen mit der vorgesehenen Gesamtsanierung statt.

Total 4,7 Millionen Franken

Anders sieht es bei der Volksabstimmung aus. Hier wird klar und deutlich ein Ja oder Nein für die komplette Sanierung des Panorama-Freibads Gruebi gefordert – dazu kommt eine Nachfinanzierung von 2,1 Millionen Franken und somit eine Erhöhung des Gesamtkredits auf total 4,7 Millionen Franken.

Was zu den Mehrkosten führte, sind laut Gemeinderat René Müller die zu nied­rigen Projektierungskosten, der effektiv wesentlich schlechtere Zustand der Anlage, die Wiederherstellung des 50-Meter-Beckens und die neuen Sanitär- und Elektroinstallationen.

Das Gesamtprojekt beinhaltet die Instandsetzung des Schwimmbeckens, die Badewasseraufbereitung, die Sanitäranlagen, die elektrischen Einrichtungen, die Abwasserleitungen und die Sanierung der Gebäude und übrigen Anlagen.

«Investitionen sind tragbar»

Die Frage stellte sich, ob die Gemeinde all diese Kosten tragen kann. Für Finanzverwalter Thomas Germann ist dies machbar. «Das Eigenkapital der Gemeinde liegt bei 3,5 Millionen Franken, und durch Reservebildungen und Steuergelder sind die Investitionen tragbar.» Die Frage ist nun, ob das Freibad Gruebi Ende Monat auch den Segen der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger erhält.

Neuerungen auf Engstligen

Auch auf der Engstligenalp tut sich etwas. Geplant sind neben dem Berggasthaus ein neuer Hoteltrakt mit 30 bis 34 Zimmern sowie die Erhaltung des Restaurants und des als Massenlager genutzten Alpgebäudes.

Für Gemeinderätin Beatrice Germann steht dabei die Aufwertung der Alp als Sommer- und Winterausflugsgebiet im Vordergrund, aber auch das Schaffen von ­neuen Arbeitsplätzen und der zeitgemässe Komfort und die ­tadellose Bewirtschaftung von Tagesgästen. Auch damit umweltschützerische Aspekte berücksichtigt werden können, gelangt die Überbauungsordnung Nr. 54 «Berghotel Engstligenalp» zur Abstimmung.

Berner Oberländer

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