Eine Weltreise durch Bern

Die Nacht der Religionen bietet an einem Abend Einblicke und Begegnungen, für die man sonst weit reisen muss.

Unter dem Thema «Was ist schön?» findet am Samstag findet die Nacht der Religionen statt.

Unter dem Thema «Was ist schön?» findet am Samstag findet die Nacht der Religionen statt.

(Bild: Franziska Scheidegger)

Was ist schön? – Die Meinungen dazu gehen auseinander, sie werden beeinflusst von kultureller Prägung, aber auch von ethischen und religiösen Überzeugungen. In diesem Feld bewegt sich die Nacht der Religionen, die am Samstag an 13 Standorten in und um Bern stattfindet.

Die Veranstaltung bietet Einblicke in Moscheen, Kirchen und Gemeindezentren, in einen Tempel und eine Synagoge. «Wir veranstalten aber nicht nur einen Tag der offenen Tür, sondern bieten gleichzeitig die Gelegenheit, mit Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen in Kontakt zu treten», präzisiert Anne Hampel, OK-Mitglied und Medienverantwortliche. An den verschiedenen Standorten finden Podiumsdiskussionen, Vorträge, aber auch Rituale und Darbietungen statt, die immer von zwei verschiedenen Gruppen zusammen organisiert werden.

So laden zum Beispiel die Evangelisch-arabische Gemeinde Bern gemeinsam mit dem muslimischen Verein Bern zu einem Gespräch zwischen einem Imam und einem Pfarrer. Dem Islam und dem Christentum ist gemein, dass die Anhängerinnen und Anhänger beider Religionen sich kein Gottesbild machen sollen. Die Diskutierenden gehen der Frage nach, wie die Schönheit Gottes – oder Allahs – trotzdem wahrgenommen werden kann.

Für die elfte Ausgabe der Veranstaltung haben die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Region Bern und das Haus der Religionen erstmals mit dem Zentrum Paul Klee (ZPK) kooperiert. Das ZPK beherbergt den Eröffnungsanlass und bietet im Kindermuseum Creaviva einen Workshop für Kinder an – gratis, wie alle anderen Veranstaltungen. So können sich Jung und Alt mit ihren Vorstellungen von Schönheit auseinandersetzen und dabei auch andere Schönheitsbegriffe kennen lernen. Oder, wie Mitorganisator David Leutwyler sagt: «Die Nacht der Religionen ist ein bisschen wie eine Weltreise, nur, dass man dafür in Bern bleiben kann.»

kra

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