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LeserreaktionenAnsteckung im Club kann zu Ansteckungen in der Familie führen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Wer sich im Ausgang mit Corona ansteckt, läuft Gefahr, das Virus in der Familie weiterzugeben.
Wer sich im Ausgang mit Corona ansteckt, läuft Gefahr, das Virus in der Familie weiterzugeben.
Foto: iStock

Zu «Auch die neuen Zahlen taugen wenig»

Familie steckt sich nicht von selbst an

Unsinniger kann eine Statistik, wie sie das BAG betreibt, nicht sein. Dass sich viele in der Familie anstecken, ist ja logisch, aber die Familie steckt sich ja nicht von selbst an. Wenn ein Bar- oder Clubbesucher fünf Familienmitglieder ansteckt, dann ist der Club oder ist die Bar für sechs Ansteckungen verantwortlich. Alles andere macht keinen Sinn. Es wäre dem BAG anzuraten, endlich Leute mit Statistiken zu beauftragen, die etwas davon verstehen.Christian Wyss, Laupen

Lobbygeschützte Bar- und Clubszene

Die meisten Ansteckungen gibt es laut korrigierter BAG-Statistik im familiären Umfeld und nicht in Bars und Clubs. Eine einzige Ansteckung in der Nacht- und Clubszene kann zu mehreren Ansteckungen im familiären Umfeld führen. Schon steht nun das familiäre Umfeld an der Spitze der Ansteckungsstatistik. Die lobbygeschützte Bar- und Clubszene ist – auch ohne Statistik – zu einem Tabu geworden. Mit dieser, gezwungenermassen, massiv korrigierten Statistik nun erst recht. Finanzielle Überlegungen finden mehr Gewicht als gesundheitliche, aber auch mehr als konsequente Massnahmen, die der Weiterverbreitung des Virus aussichtsreich entgegenwirken. Für mich beherbergen Bars und Clubs weiterhin ein grösseres Risikopotenzial mit weit gefährlicheren und grösseren Ansteckungsfolgen als lediglich 1,9 Prozent. So relativ kann Statistik sein. Werner Menzi, Ittigen

Zu «Loubegaffer»

Überlegen fällt schwerer

Es war tatsächlich sehr heiss dieser Tage, und das Überlegen fällt schwerer. Dieser Schalter ist normalerweise der Kinderschalter für Süssigkeiten und «Schläckzüüg». Da oft auch Erwachsene, die eigentlich lesen könnten, in dieser Reihe anstehen, um Kaffee zu bestellen, haben wir dieses bunte Schild angebracht. Es gibt zu jeder Zeit an den übrigen Schaltern Kaffee im Marzili. Es freut mich jedoch, dass dieses Schild der einzige zu kritisierende Punkt war.Heinz Rub, Pächter Marzili-Beach, Bern

Zu «Bund soll mit ‹Missionaren› für E-Autos werben»

Haupthindernisse liegen woanders

Kein Wunder, dass bisher nur wenige E-Autos gekauft wurden, es gab ja auch kaum welche. Erst ab diesem Jahr nimmt die Modellvielfalt langsam zu, ist aber immer noch ungenügend: es gibt keinen elektrischen Kombi, kein Cabrio, kein Allrad-SUV zum massentauglichen Preis. Was die Modellvielfalt bringt, sieht man bei den Plug-in-Hybriden: da besteht endlich eine angemessene Auswahl, und voilà: Der Anteil hat sich gegenüber letztem Jahr verdoppelt. Die Haupthindernisse liegen woanders: Noch immer ist es insbesondere für Mieter oft umständlich und teuer, zu einer Lademöglichkeit in der heimischen Einstellhalle zu kommen. Dazu kommen die umständlichen Freischalt- und Bezahlprozeduren an öffentlichen Ladesäulen. Hier kann der Staat regelnd und unterstützend viel mehr bewirken als mit E-Auto-Missionaren.Urs Salvisberg, Langenthal
Zu «Kindergeschrei nervt, ist aber wichtig»

Aussage ist dreist und rücksichtslos

Langsam, aber sicher entwickelt sich bei uns eine Familienphobie. Da predigt Dietlinde Schrey-Dern allen Ernstes, Kinder müssten schreien. Wo genau? Vor unserem Haus oder besonders in unseren Feien in der Hotelanlage? Oder im Restaurant? Eine solche Aussage ist angesichts der allseitigen Belästigungen dreist und rücksichtslos. Unsere Eltern waren noch fähig, uns anständig zu erziehen und uns Kultur und Ordnung zu lehren. Das scheint heutige komische Logopäden und über Steuern subventionierte Familien, die sich dazu anmassend breit und laut aufführen, nicht zu kümmern.Peter Grimm, Schliern