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Serie «BEsonders»«Jeder Pilz ist eine kleine Chemiefabrik»

Die Farben und Formen der Pilze haben es Anni Heitzmann angetan. Ein Streifzug durch den Wald mit der Präsidentin des Vereins für Pilzkunde Bümpliz.

Mit Anni Heitzmann auf Pilztour, im Bienenhaus und am Malen: Das «BEsonders»-Videoporträt.
Video: Sandra Rutschi / Fotos: Beat Mathys

Die meisten Menschen gehen auf Pilzsuche, weil sie sich einen Risotto oder ein Ragout kochen wollen. Bei Anni Heitzmann geht es um mehr. Wenn die 69-Jährige von ihrer Wohnung in Matzenried im ländlichen Westen der Stadt Bern in Richtung Forst marschiert, weiss sie zwar genau, wo sie Eierschwämme finden kann. Doch die pensionierte Biologin zieht vor allem los, um die Formen und Farben verschiedener Pilze zu bewundern. «Das hat etwas Mystisches», sagt sie und zeigt auf Pilze, die wie leuchtend buschige Sträusse an einem Baumstrunk wachsen.

Wer mit der Präsidentin des Vereins für Pilzkunde Bümpliz durch den Wald geht, entdeckt bald mehr als auf einem normalen Spaziergang. Aus einem Baumstamm zum Beispiel wachsen Pilzfächer heraus. Diese rotrandigen Baumschwämme sind fast so hart wie die Rinde des Baums. Kleine Tröpfchen zieren ihren Rand. «Das ist nicht etwa Tau», weiss Anni Heitzmann. Die «Tränen» sind Wassertropfen, die der Pilz ausscheidet, um die Zellen für sein Wachstum mit mehr Nährstoffen versorgen zu können.

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