Anlageverluste belasten KPT

Bei der KPT ist der Gewinn im Jahr 2018 stark gesunken, obwohl die Versicherten geringere Kosten verursachten.

Wie sich die Anlageverluste auf die nächste Prämienrunde auswirken, steht noch nicht fest.

Wie sich die Anlageverluste auf die nächste Prämienrunde auswirken, steht noch nicht fest.

(Bild: Keystone)

Der Überschuss der KPT ist im letzten Jahr um drei Viertel abgesackt auf noch 14,5 Millionen Franken. Das gab die in Bern ansässige Krankenkasse am Dienstag bekannt. Die Prämieneinnahmen stiegen zwar um 2,1 Prozent, und der Versicherungsaufwand sank um 2,1 Prozent. Diese beiden vorteilhaften Entwicklungen für das Unternehmen wurden durch die Finanzmärkte zunichtegemacht.

Kurseinbussen brockten der KPT bei den Kapitalanlagen Verluste ein. Insgesamt drehte das nicht-versicherungstechnische Ergebnis von +54 Millionen Franken im Vorjahr auf fast -60 Millionen Franken. 2017 sei ein überaus erfolgreiches Börsenjahr gewesen, 2018 das Gegenteil, sagte KPT-Sprecher Beni Meier.

Ferner stieg der Betriebsaufwand um 4 Millionen Franken. Die Gruppe erhöhte den Personalbestand um 30 auf 609 Mitarbeitende. Neue Stellen entstanden etwa in den Bereichen IT-Sicherheit, Kundenberatung und Leistungsabrechnung. Der Versichertenbestand nahm nach dem deutlichen Wachstum im Vorjahr nun per Anfang 2019 leicht um 0,2 Prozent ab.

Neuer Verwaltungsrat

Um die Kompetenz für die Digitalisierung im Verwaltungsrat zu stärken, hat die Delegiertenversammlung den Wirtschaftsinformatiker Damir Bogdan (49) neu in das Gremium gewählt.

Den erzielten Gewinn will die KPT-Gruppe verwenden, um die Solvenz und die Rückstellungen des Unternehmens weiter zu stärken. Wie sich das auf die nächste Prämienrunde auswirkt, steht noch nicht fest.

jw

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