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Interview mit Hirnforscher«Angstmacherei ist eine Unart unserer ganzen Gesellschaft»

Der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther kritisiert, rund um das Coronavirus werde Panik verbreitet. In Bern wirbt er für neue Arten des Zusammenlebens.

«Ich bin kein Weltverbesserer, aber ein Biologe, der sich in die Vielfalt des Lebendigen verliebt hat», sagt Gerald Hüther (69).
«Ich bin kein Weltverbesserer, aber ein Biologe, der sich in die Vielfalt des Lebendigen verliebt hat», sagt Gerald Hüther (69).
Foto: Keystone

Herr Hüther, Sie sagen, Sie schreiben keine Bücher, um die Menschen zu belehren. Weshalb tun Sie es dann?

Ich beobachte Phänomene in unserer Gesellschaft wie Angst, Liebe oder Demenz. Dann tauche ich mit meinem Hintergrund als Gehirnforscher tief ein in die Problematik. Indem ich meine Gedanken aufschreibe, ordne ich sie. Am Ende habe ich ein Manuskript vor mir, das ich auch anderen zeigen kann. Ich bin kein Heilsbringer und kein Weltverbesserer, aber ein Biologe, der sich bereits als Kind in die Vielfalt des Lebendigen verliebt hat. Es ärgert mich, dass unsere Spezies im Begriff ist, diese zu ruinieren.

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