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1600 Fälle im letzten JahrAngriffe auf Personal des Inselspitals nehmen zu

Durchschnittlich vier Mal pro Tag müssen Ärzte und Pflegende des Notfallzentrums im Inselspital den Sicherheitsdienst rufen, weil Patienten sich aggressiv verhalten.

Aggressives Verhalten nimmt zu: Immer wieder gefährden Patienten im Inselspital sich oder andere.
Aggressives Verhalten nimmt zu: Immer wieder gefährden Patienten im Inselspital sich oder andere.
Foto: Stefan Anderegg

Rund 1600 Mal musste das Notfall-Personal des Berner Inselspitals im vergangenen Jahr Verstärkung durch den Sicherheitsdienst anfordern – durchschnittlich über vier Mal pro Tag also. Meist verhielten sich Patienten aggressiv gegenüber Ärzten oder Pflegenden, wie Radio Energy Bern berichtet.

Gegenüber dem Vorjahr nahmen solche Vorfälle um 20 Prozent zu, seit 2016 haben sich die Zahlen verdreifacht. «Schlimm ist vor allem, dass im Corona-Jahr die Zahl der Patienten eigentlich abgenommen hat – gleichzeitig die aggressiven Übergriffe aber massiv zugenommen haben», sagt Adrian Grob, Insel-Mediensprecher, im Interview mit Energy.

Bei den Zwischenfällen handelt es sich nicht nur um physische Attacken gegenüber dem Personal. Es komme auch immer wieder vor, dass sich Patienten selber mit ihrem Verhalten gefährden und deswegen vor sich selbst geschützt werden müssen. Häufig sei bei den aggressiven Patienten Alkohol im Spiel, so Grob.

flo