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LeserreaktionenAmtlich bewilligte Fehldiagnosen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

IV-Ärzte geraten immer wieder in die Kritik, weil sie aus Sicht der Behindertenverbände nicht unabhängig entscheiden.
IV-Ärzte geraten immer wieder in die Kritik, weil sie aus Sicht der Behindertenverbände nicht unabhängig entscheiden.
Alamy Stock Photo

Zu «IV muss einer Versicherten 100’000 Franken nachzahlen»

Amtlich bewilligte Fehldiagnosen

Die beiden IV-Versicherungsfälle geben Einblick in die systematische Verweigerung auf Rentenanspruch. Ab Schreibtisch, ohne direkten Kontakt mit dem Versicherten, werden rechtswidrige Gefälligkeitsgutachten im Interesse des Auftraggebers, der IV, erstellt. Auch wenn eine polydisziplinäre Begutachtung von unabhängigen Fachärzten vorliegt, die eine Rentenberechtigung attestieren, werden diese vom Regionalärztlichen Dienst der IV abgelehnt. Gerichte stützen deren «amtlich bewilligte Fehldiagnosen». Eine vernichtende Tragik. Solches Gebaren sollte den Bürger wachrütteln, zum Nachdenken anregen. Es kann jeden treffen.

Manfred Urech, Sankt Erhard

Zitat des Tages

«Solches Gebaren sollte den Bürger wachrütteln, zum Nachdenken anregen.»

Manfred Urech, Sankt Erhard

Entscheide muss man einfach akzeptieren

Die IV Bern ist kein Stück besser. Auch ich erhielt nie ein persönliches Treffen beim Regionalärztlichen Dienst. Nach siebeneinhalb Jahren Kampf mit der IV Bern bekam ich den ablehnenden Bescheid, ich sei nicht rentenberechtigt. Das Urteil wurde aus dem Gutachten der St. Galler Ärzte abgestimmt, nicht jedoch von meinen behandelnden Ärzten. Nach Weiterleitung des Falles ans Versicherungsgericht wurden mein Hausarzt und der Orthopäde als nicht vertrauenswürdig angeschaut. Aus finanziellen Gründen war es mir leider nicht möglich, den Fall vors Bundesgericht weiterzuziehen. Laut meinen Ärzten wäre ich rentenberechtigt, muss aber den Entscheid akzeptieren.

Marlies Bahr, Zollikofen

Zu «Die EU stellt sich hinter griechischen Schild»

Ausmass des Elends nicht vorstellbar

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen flog samt Entourage über das Krisengebiet, um sich ein Bild davon zu machen. Sie können sich aber vom Ausmass des Elends absolut kein Bild machen, geschweige denn sich vorstellen, wie diese armen Menschen versuchen, zu überleben. Mein Vorschlag ist folgender: Ursula von der Leyen und ihre Begleiter sollten einen Tag und eine Nacht lang unter denselben Bedingungen mit den Ärmsten verbringen, dieselbe Verköstigung erhalten und unter denselben, nicht vorhandenen, hygienischen Bedingungen leiden. Darüber hinaus sollten der Jungkanzler Sebastian Kurz, Herbert Kickl, Viktor Orban sowie die ganze AfD verpflichtend den Tag und die Nacht dort verbringen. Dies könnte vielleicht zu einen radikalen Umdenken beitragen.

Hans Gamliel, Rorschach

Zum Thema Klimawandel

Nur ein kurzzeitig relevantes Thema

Wenn man an die Brände in Australien denkt, hat wohl jede und jeder ein Bild vor Augen. Brennende Wälder, fliehende Tiere und Feuerwehrmenschen, die mit aller Kraft versuchen, die Flammen zu besiegen. Auch in der Schweiz war man entsetzt von diesen Bränden, doch scheint es, als sei das nur ein kurzzeitig relevantes Thema. Und obwohl ganz sicher gilt, dass der Klimawandel zu diesen extremen Bränden beigetragen hat, geht die Politik keinen Schritt in Richtung effektiven Klimaschutz. Wenn die Emissionen weiter steigen, wir ein solcher Sommer in 20 Jahren Alltag sein.

Sophie Gerber, Wabern

Zu «Curdin Orliks Coming-out»

Hoffentlich würdigen das die Zuschauer

Wir gratulieren Curdin Orlik zu seinem Mut. Einfach ist es nicht, sich in einer alten traditionellen und aufschwungsvollen Sportart der Öffentlichkeit zu stellen. Es ist zu hoffen, dass dies auch die vielen Zuschauer in den Schwingarenen jeweils zu würdigen wissen. Für die kommende Saison wünschen wir ihm viel Kraft sowie ein befreites Schwingen.

Elsbeth Tschanz, Steffisburg

Zum Thema Coronavirus

Plastik- anstatt Bargeld verwenden

Gegenwärtig wird in allen Medien über die Ansteckungsgefahren des Coronavirus diskutiert. Gemäss Untersuchungsberichten seien die Viren unter Normalbedingungen während ungefähr
14 Tagen überlebensfähig. Es leuchtet ein, dass vor allem vielseitig benutzte Gegenstände regelmässig und intensiv gereinigt werden sollten. So auch einige persönliche Gegenstände wie das Handy. Was ich bei den vielen Ratschlägen vermisse, wäre eine vermehrte Verwendung von Plastikgeld anstelle des bei den Schweizern allseits beliebten Bargeldes. Dieses ist nämlich ein klassischer Bazillen- und Virenträger.

Edgar Peter, Fraubrunnen