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Journalistenmord auf MaltaAls der Kronzeuge anfängt zu reden, bricht Panik aus

Die Ermittler im Mord an der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia sind auf ein entscheidendes Puzzleteil gestossen. Die Recherche über die Wahrheit in der Glacebox.

Es geht nicht nur um die Aufklärung eines Mordanschlags, es geht auch um ein nationales Trauma. Eine Demonstration in Valletta, zwei Jahre nach dem Tod von Daphne Caruana Galizia.
Es geht nicht nur um die Aufklärung eines Mordanschlags, es geht auch um ein nationales Trauma. Eine Demonstration in Valletta, zwei Jahre nach dem Tod von Daphne Caruana Galizia.
Foto: Rene Rossignaud (Keystone)

Melvin Theuma wusste, dass sie kommen werden, also packte er alles, was ihm helfen könnte, in eine leere Glacebox: Ein Foto, drei Telefone und mehrere USB-Sticks. Er stieg in das Auto seiner Frau, legte die Schachtel auf den Beifahrersitz und fuhr los, er wollte zum Haus seiner Mutter. Frau und Sohn sollten nicht zusehen müssen, wie ihn die Polizei verhaftet. Doch die hatte ihn längst beschattet und griff sofort zu. Melvin Theuma riss die Glaceschachtel an sich und sagte nur: «Ich möchte über den Mord sprechen.» So werden es später Leute sagen, die mit dem Fall vertraut sind.

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