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Facebook-Post von Andreas GlarnerAldi kontert Social-Media-Eintrag von SVP-Hardliner

Andreas Glarner hat auf Facebook die Namen von Lehrlingen einer Aldi-Filiale veröffentlicht – von Mohamed bis Yusuf. Der Detailhändler antwortet postwendend.

«Wir werden langsam fremd im eigenen Land»: Der Aargauer Politiker Andreas Glarner.
«Wir werden langsam fremd im eigenen Land»: Der Aargauer Politiker Andreas Glarner.
Foto: Peter Schneider (Keystone)

«Die Namen der Lehrabgänger bei Aldi in Perlen ...»: Das schrieb Andreas Glarner in einem Facebook-Post am Montagabend. In diesem ist ein Zeitungsausschnitt mit zahlreichen Namen ausländischer Herkunft zu sehen, welche die Lehre bei Aldi abgeschlossen haben. Gegenüber Nau.ch sagte Glarner, er wolle zeigen, dass wir «langsam fremd im eigenen Land werden».

Der Beitrag hat über 2000 Kommentare ausgelöst. Viele User gratulieren den Lernenden zum erfolgreichen Abschluss. Nun nimmt auch Aldi Stellung zum Post des SVP-Nationalrats. «Wir freuen uns über die mittlerweile mehr als 1500 verdienten Glückwünsche, die unsere Lernenden seitdem unter dem Post erhalten haben», sagt Sprecher Philippe Vetterli. Sie würden eine wichtige Rolle in der Versorgung der Schweizer Bevölkerung spielen und hätten die Aufmerksamkeit, die sie nun erhalten, mehr als verdient.

Bei Aldi hat man laut Vetterli den Post von Glarner zur Kenntnis genommen. «Wir sind stolz auf jede und jeden einzelnen unserer schweizweit bereits rund 450 erfolgreichen Lehrabgänger», so der Aldi-Sprecher. «Selbstverständlich werden wir auch in Zukunft auf die Ausbildung der Fachkräfte von Morgen in den Bereichen Detailhandel, Logistik, KV und IT setzen.» Aldi entscheide sich stets für die geeignetsten Bewerber, da für Aldi Faktoren wie Motivation und Leistungsbereitschaft klar im Vordergrund stünden.

Parteikollege Köppel reagiert

Auf den entsprechenden Post meldet sich auch Glarners Parteikollege Roger Köppel. «Integration über Lehrstellen und Arbeit ist genau der richtige Weg, viel besser als die Direkteinwanderung in den Sozialstaat, die Nichtintegration bewirkt», kommentiert der Weltwoche-Chefredaktor. «Diese Lehrlinge machen einen super Job», ergänzt er.

scl