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BSV Bern verliert klarAbwehrprobleme wie zu Beginn
der Saison

Der BSV unterliegt Kriens-Luzern klar 24:36, das Spiel war bereits zur Pause entschieden. Neu kommen Corona-Schnelltests zum Einsatz.

Leichtes Spiel für Kriens-Luzern: Helb Harbuz bezwingt den BSV-Torhüter Mario Cvitkovic.
Leichtes Spiel für Kriens-Luzern: Helb Harbuz bezwingt den BSV-Torhüter Mario Cvitkovic.
Foto: Andreas Blatter

Man fühlte sich an die ersten drei Saisonspiele erinnert, als der BSV Bern Tor um Tor kassierte, mit 98 Gegentreffern und null Punkten auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht war. Kriens-Luzern erzielte Tor um Tor, die Berner Abwehr fand kein Rezept gegen das variable Angriffsspiel der Innerschweizer. Im Angriff scheiterten die Gäste in der Krienser Krauerhalle immer wieder am überragenden Torhüter Paul Bar, der vor der Pause 50 Prozent aller Wurfversuche abwehrte. Mit 11:21 lagen die Berner nach 30 Minuten zurück, das Spiel war vorzeitig entschieden.

Es fiel nicht ins Gewicht, dass Kriens-Luzern auf seinen Cheftrainer Goran Perkovac verzichten musste. Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Die Partie konnte dennoch durchgeführt werden. Perkovacs Assistent Thomas Zimmermann, einst auch beim BSV Bern im Einsatz, fungierte für dieses Spiel als Coach. Wie sein Gegenüber Aleksandar Stevic trug er während des ganzen Spiels eine Maske, auch die nicht im Einsatz stehenden Akteure verfolgten das Geschehen auf der Bank mit einem Mund-Nasen-Schutz.

Die zweite Halbzeit hatte Erledigungscharakter, die Berner unterlagen schliesslich 24:36. Zu stark hatten auch die zahlreichen Absenzen gewogen. Michael Kusio, Luca Mühlemann und Max Freiberg figurierten in der Innerschweiz gar nicht im Aufgebot, der angeschlagene Captain Tobias Baumgartner verfolgte das Spiel gänzlich von der Bank aus. Die Chance, es besser zu machen, hat der BSV bereits am nächsten Samstag (19 Uhr/ohne Publikum) im Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen.

24 Stunden vor dem Spiel

In Zukunft werden die Spieler und die Mitglieder des Trainerstabs vor jeder Partie mittels Schnelltests auf das Coronavirus getestet. Diese werden 24 Stunden vor der Begegnung vorgenommen. «Dadurch wird den Spielern die Angst genommen, dass sie sich während einer Partie infizieren können», äussert sich der BSV-Geschäftsführer Achim Dähler zustimmend zu dieser Massnahme. Auch wenn es möglich ist, dass sich am Spiel Beteiligte in der Zeit zwischen dem Test und dem Beginn der Partie noch anstecken.

Durch die Schnelltests wird auch das Risiko deutlich geringer, dass ein Team wegen Corona-Fällen beim Gegner in Quarantäne gehen muss. Dies wiederfuhr Mitte Oktober dem Team des TV Endingen, nachdem es gegen GC Amicitia Zürich angetreten war und im Nachgang elf Spieler der Zürcher positiv getestet wurden.

«Geistertickets» im Verkauf

Da vorerst keine Zuschauer zu den Heimspielen zugelassen sind, verkauft der BSV Bern sogenannte «Geistertickets». Mit einem frei gewählten Betrag kann so der Verein unterstützt werden.