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McTrauer

Facebook und Co. haben nach den Anschlägen in Paris sofort reagiert und bieten Möglichkeit zur schnellen Anteilnahme. Die Methoden sind umstritten.

Vergangenen Samstag in Zürich, Jugendliche auf dem Weg in den Ausgang: «Kommst du morgen auch an die Paris-Gedenkfeier auf dem Sechseläutenplatz?», fragt eine junge Frau ihren Kollegen. «Keine Zeit», erwidert der Angesprochene. Er habe schon länger mit seinem Freund für den ZSC-Match abgemacht. «Aber schau, dafür habe ich das hier», sagt der Jugendliche und hält seiner Kollegin das Smartphone unter die Nase. Darauf zu sehen: sein Profilbild, hinterlegt mit der französischen Tricolore. «Ich will das auch», sagt die junge Frau begeistert. Innerhalb weniger Sekunden richtet der Kollege ihr ein entsprechendes Profil ein. Auch sie erscheint nun in Blau, Weiss und Rot. «Äusserst praktisch», fügt der Kollege an und zeigt ihr die Funktion «zum vorherigen Profilbild wechseln». Ein Timer, der festlegt, wann die Flagge wieder wegsoll: nach einem Tag, drei Tagen, einer Woche oder nie. «Danach hast du dein normales Profilbild wieder zurück.» Die automatische Umstellung erfolgt von Kalifornien aus, dort wo sich der Hauptsitz von Facebook befindet.

«Danach hast du dein normales Profilbild wieder zurück.»

Jugendlicher in Zürich

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