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Vorwurf: Amtsgeheimnis verletztVierfachmord Rupperswil: Aargauer Polizist angeklagt

Ein Polizeioffizier soll im Fall Rupperswil geheime Informationen weitergegeben und eine Person beeinflusst haben. Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage.

Das Logo der Kantonspolizei Aargau auf der Uniform eines Polizisten.
Das Logo der Kantonspolizei Aargau auf der Uniform eines Polizisten.
Foto: Urs Flueeler/Keystone

Im Zusammenhang mit dem Vierfachmord von Rupperswil AG von 2015 muss sich ein Polizeioffizier der Kantonspolizei Aargau wegen des Vorwurfs der Amtsgeheimnisverletzung vor dem Bezirksgericht Baden verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine bedingte Geldstrafe.

Angeklagt ist der Polizeioffizier wegen mehrfacher Amtsgeheimnisverletzung und mehrfach versuchter Anstiftung zum falschen Zeugnis, wie die Medienstelle der Gerichte Kanton Aargau am Montag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Polizeioffizier vor, zwei Personen aus seinem familiären Umfeld geheime Ermittlungserkenntnisse zum Vierfachmord Rupperswil weitergegeben zu haben.

Weiter soll der Mann versucht haben, eine Person bei einer allfälligen Befragung durch die Polizei oder die Staatsanwaltschaft zu einer für ihn entlastenden Aussage zu bewegen.

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau beantragt für den Polizeioffizier eine bedingte Geldstrafe von 270 Tagessätzen und eine Busse von 5000 Franken. Die Gerichtsverhandlung vor dem Bezirksgericht Baden AG findet am 31. August statt.

Am 21. Dezember 2015 hatte ein damals 32-jähriger Schweizer in Rupperswil AG vier Menschen brutal getötet, darunter einen 13-jährigen Knaben. Im Mai 2016 wurde der Mann, der in der Nähe des Tatortes wohnte, in Aarau verhaftet.

Der Schweizer ist wegen mehrfachen Mordes und verschiedener anderer schwerer Delikte zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Auch wurde eine ordentliche Verwahrung angeordnet.

SDA