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Datenanalyse aus Wichtrach 5,6 Millionen Mal Lärm – wenn der Verkehr dich um den Schlaf bringt

Valentin Graf wohnt auf dem Land. Aber an einer Strasse. Und die ist laut, wie unsere Messungen zeigen. Er muss das in Kauf nehmen. Wie viele Lärmgeplagte auch.

Zermürbender Autolärm: Valentin Graf wohnt an einer Hauptstrasse. Der Lärm stört ihn. Und nachts raubt er ihm den Schlaf.
Zermürbender Autolärm: Valentin Graf wohnt an einer Hauptstrasse. Der Lärm stört ihn. Und nachts raubt er ihm den Schlaf.
Foto: Raphael Moser

Valentin Graf steht an der Strasse. Wenn er spricht, versteht man ihn kaum. Das Rauschen und Brummen, Knattern und Wummern – es ist der Hintergrundsound eines Lebens in der Berner Provinz. Der junge Mann gehört zu den Hunderttausenden von lärmgeplagten Menschen in diesem Land. Schlafen kann Graf nur mit Ohrstöpseln. Er sagt: «Wenn ich kann, flüchte ich.» Dann fährt er übers Wochenende zu Freunden oder mit dem Zelt ins Grüne.

Mehr als eine Million Menschen sind in der Schweiz übermässigem Strassenlärm ausgesetzt. Die Konsequenzen sind dramatisch. Eine Studie des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) kam zum Schluss, dass der Lärm auf unseren Strassen für hrlich 500 Todesfälle mitverantwortlich ist. Weil Lärm Stress erzeugt. Und weil Stress zu Gefäss- und Herzproblemen führt. Weitere 2500 Menschen erkranken des Strassenlärms wegen pro Jahr an Diabetes. Und das alles kostet die Allgemeinheit rund 2,1 Milliarden Franken – pro Jahr.

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