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Wacker im Tief4 Tage, 2 Ohrfeigen, sehr viele Fragen

Die Thuner Handballer verlieren in Schaffhausen 20:36. Kurz vor dem Cupachtelfinal gegen Pfadi Winterthur machen die Oberländer eine erschreckend schwache Figur.

Tristesse in der Lachenhalle: Die Thuner haben einiges zu verarbeiten.
Tristesse in der Lachenhalle: Die Thuner haben einiges zu verarbeiten.
Archivfoto: Markus Grunder

Wacker gibt gerade mehr Rätsel auf als ein Rätselbuch. In Zürich gewinnen die Thuner mit zehn Toren Differenz, obwohl sie während einer Viertelstunde kein Bein vors andere kriegen. Zu Hause verlieren sie gegen Aussenseiter Basel, und zwar deutlich. Und nun werden sie von den Kadetten deklassiert.

20:36 unterliegt Martin Rubins Team in Schaffhausen. Es ist der zweite Tiefschlag innert weniger Tage – und die zweite vernichtende Niederlage nach dem 14:29 gegen Suhr.

Die Probleme sind zahlreich und grösstenteils nicht neu. Am Samstag gesellen sich die Routiniers Reto Friedli und Luca Linder zu den Verletzten; die Tribüne mit den nicht einsetzbaren Kräften ist weit prominenter besetzt als die Ersatzbank. Sechs Akteure fehlen insgesamt.

Die Berner Oberländer vermögen kaum mal in die gefährliche Zone vorzudringen, die wenigen Treffer sind zumeist das Resultat von Eigenleistungen. Sehr vorhersehbar ist das Angriffsspiel, ungenügend das Gros der Abschlüsse. So können die Kadetten immer wieder kontern und auf den Keeper der Thuner losziehen, ohne bedrängt zu werden. Die Torhüter weisen am Samstag auch deswegen eine sehr schwache Abwehrquote auf.

Die Gäste sind überfordert, auch in der Deckung – in jenem Mannschaftsteil, über den sie sich so gern definieren. Wiederholt gibts Abstimmungsprobleme. Und physisch sind die Thuner dem Erzrivalen offensichtlich unterlegen.

Am Mittwoch bestreitet der zweimalige Meister zu Hause gegen Pfadi Winterthur den Cupachtelfinal und damit ein erstes Schlüsselspiel der Saison. Gemessen an dem, was er zuletzt gezeigt hat, ist er nicht bereit dafür.