Maleika faucht in Bern

Berührend und überraschend: Der Film «Maleika» erzählt die Geschichte einer Gepardenmutter und ihrer sechs Jungen. Am Sonntag ist Vorpremiere in Bern.

Der Trailer zu «Maleika». Video: Youtube/RCR Clips

In Afrika sagt man, Maleikas seien Engel. Gute Geister, die vom Himmel gesandt werden, um den Menschen zu helfen.

Das passt hervorragend zum neuen Film des süddeutschen Fotografen und Filmemachers Matto Barfuss. Der 47-Jährige erzählt in «Maleika» die Geschichte einer Gepardendame aus dem 30 000 Quadratkilometer grossen Serengeti-Steppengebiet in Tansania und Kenia. 2014 entdeckte Barfuss das Tier dort, er taufte es Maleika. Normalerweise haben Geparde drei bis vier Jungen.

Maleika hatte sechs. Der Filmemacher folgte der Familie fast vier Jahre lang und dokumentierte ihr Leben. Entstanden ist ein Buch. Und ein berührender, aber nicht kitschiger Film über Liebe und das schmerzhafte Loslassen. Man ist zum Beispiel dabei, als ein Junges von Maleika in einem Fluss von einem Krokodil gefressen wird.

Die Mutter und die überlebenden Jungtiere bleiben danach drei Tage lang am Unglücksort zurück. Sie jagen nicht, sondern hungern und bleiben trauernd Tag und Nacht am Fluss.

Mit dem Film trifft Barfuss einen Nerv. In Deutschland, wo der Film im vergangenen Oktober anlief, ist «Maleika» schon jetzt der publikumswirksamste Naturspielfilm der letzten zehn Jahre. In der Schweiz startet «Maleika» am 1. Februar. Bereits am kommenden Sonntag ist Vorpremiere im Berner Kino Cine­camera. Barfuss steht vor Ort für Fragen zur Verfügung.

Vorpremiere: So, 28. Januar, 14 Uhr, Kino Cinecamera, Bern.

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