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28 Fragen zum Finale

Vier Spiele noch, dann ist die WM 2014 entschieden. Doch wenig Spiele heisst nicht wenig Unklarheiten.

Fragen über Fragen. Zum Beispiel: Wann hat der erste Schiedsrichter einen Hexenschuss? Felix Brych mit dem Spray in der Partie Uruguay - Costa Rica.
Fragen über Fragen. Zum Beispiel: Wann hat der erste Schiedsrichter einen Hexenschuss? Felix Brych mit dem Spray in der Partie Uruguay - Costa Rica.
Paolo Aguilar, Keystone

Grün-Gelb? Hellblau-Weiss? Schwarz-Rot-Gold? Orange? Was sind die ­Jubelfarben am nächsten Sonntagabend im Maracanã? Südamerika oder Europa? Erstmals Europa in Südamerika? Oder Südamerikaner unter sich, wie damals 1950, auch in Rio? Traum statt Trauma diesmal?

Zeigen die Brasilianer weiter diese wilde Energie, als ginge es um Leben und Tod, rücksichtlos und ruppig? Besonders jetzt, ohne ihren einzigen, der auch schön gespielt hat? Oder gar erst recht, weil die Kräfte des Kollektivs noch mehr wirken?

Noch zweimal ein genialer Moment von Messi, genügt das den argentinischen Minimalisten?

Kann sich Libero Neuer wieder ganz auf seine Arbeit als Torhüter konzentrieren, weil die Deutschen wieder verteidigen oder so deutsch spielen, wie sie es gar nicht mehr wollten? Gibt es bald Bilder, wie Jogi Löw nicht mehr am Strand in Brasilien, sondern einsam im Schwarzwald joggt, als Ex-Bundestrainer? Was ist die Ortszeile im letzten Kapitel seines Tagebuchs, das er seit Jahren führt? Brasilia, Spiel Platz um 3? Rio, Final?

Wechselt sich Louis van Gaal im Final in der 119. Minute selber ein? Und schreibt er dann ein zweites Buch, diesmal nicht mit dem Titel «LG», seinen Initialen, sondern einfach: ICH? Mit der Unterzeile «Ich bin wie Gott»? Und schickt er es Uli Hoeness ins Gefängnis nach München, weil er ihm schon bei der Präsentation des letzten gesagt hatte, wie wichtig es gerade für ihn sei, das Buch zu lesen? Mit Widmung? Was macht Arjen Robben, wenn er nicht mehr rennen und dabei ­dauernd lächeln darf?

Zu den Schiedsrichtern: Wann bekommt der erste einen Hexenschuss, weil er sich zum Sprayen immer ­bücken muss?

Und die Frage: Wie sehr hat am Samstagabend derjenige gezittert – gibt es den überhaupt? –, der auf Costa Rica gewettet hatte – die Quote lag zu Beginn des Turniers bei 1:4000?

Zuletzt dies, ganz unter uns, exklusiv für uns Schweizer: Hätten wir gegen diese Belgier nicht eine riesige Chance gehabt? Und was wäre jetzt los, bei uns?

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