Viele Junge und mehr Tempo

Die Huttwil Falcons starten mit einem verjüngten Team in die Saison 2010/11. Der Aufstieg in die Nationalliga B ist auch in dieser Saison nicht Pflicht, bleibt aber ein mittelfristiges Ziel der Huttwiler.

Die neuen Spieler der Huttwil Falcons. Vorne (v.l.): Thomas Frutig, Alain Bartlome, Marcel Felder, Marco Kummer, Janick Holzer. Hinten (v.l.): Michael Jenni, Rolf Portmann, Kevin Ryser, Sandro May, Sven Müller.

Die neuen Spieler der Huttwil Falcons. Vorne (v.l.): Thomas Frutig, Alain Bartlome, Marcel Felder, Marco Kummer, Janick Holzer. Hinten (v.l.): Michael Jenni, Rolf Portmann, Kevin Ryser, Sandro May, Sven Müller.

(Bild: Max Füri)

Reto Pfister

Es war die Idee von Alfred Bohren, mehr junge Spieler in die erste Mannschaft der Huttwil Falcons aufzunehmen. «Im Nationalen Sportzentrum verfügen wir über Trainingsmöglichkeiten, die nicht mancher Klub bieten kann», sagt der Emmentaler. «Für junge Spieler, die noch etwas erreichen wollen, ist dies ideal.» Bohren unterbreitete seinen Vorschlag den Klubverantwortlichen und stiess damit sofort auf Zustimmung. So starten die Huttwil Falcons mit einem zur Hälfte erneuerten Team in die Saison 2010/2011. 11 Spieler haben den Verein verlassen, 10 neue sind gekommen. Die Neuen sind alle zwischen 20 und 26 Jahre alt. Viele haben schon in der Nationalliga B gespielt. «Einige Spieler sind auch wegen der Trainer nach Huttwil gekommen», sagt Heinz Krähenbühl, der Präsident der Huttwil Falcons. «Sie wollten unter Alfred Bohren und seinem Assistenten Samuel Balmer spielen.»

Mehr Energie

Bohren erhofft sich durch die jüngeren Spieler mehr Energie im Trainings- und Spielbetrieb. «Unser Ziel muss es sein, Tempo und Spielrhythmus hochzuhalten, und viel zu laufen», sagt der Eishockeyfachmann, der als Trainer von Junioren-Nationalteams über grosse Erfahrung in der Ausbildung von Spielern verfügt. Bohren warnt jedoch: «Wir sind noch kein Spitzenteam. Es braucht eine gewisse Zeit, bis wir am Optimum angelangt sind.» Die Spieler erhalten auch die Möglichkeit, Zusatztrainings zu absolvieren. «Den einen oder anderen Fehler werden die Jungen am Anfang machen», sagt Bohren. «Es macht aber Freude, mit ihnen zu arbeiten.»

Ziel Playoff-Final

Die sportlichen Ziele sind in Huttwil hoch. Als mittelfristiges Ziel wird der Aufstieg in die Nationalliga B angestrebt. Als sportliches Kriterium ist dafür der Gewinn der Schweizer Amateurmeisterschaft gefordert. Bohren und Präsident Krähenbühl nehmen jedoch Druck von der Mannschaft. «Unser Ziel ist die Qualifikation für den Play-off-Final in der Gruppe 2», sagt Krähenbühl. «Wir fangen weiter hinten an als in der vergangenen Saison.» Bohren wiederum erwähnt, dass auch in den anderen beiden Erstliga-Gruppen starke Mannschaften spielen. «Ceresio, Martigny, Düdingen. Winterthur, Frauenfeld und Dübendorf weisen auch gute Kader auf.»

Nicht 10 Jahre warten

Falls die Falcons die Playoffs der 1.-Liga-Gruppe 2 gewinnen, müssten sie in der Endrunde um die Amateurmeisterschaft die Sieger der Gruppen 1 und 3 bezwingen. «Sicher ist, dass wir nicht mehr 10 Jahre in der 1.Liga spielen wollen», sagt Präsident Krähenbühl. «Falls der Aufstieg auf sportlichem Weg gelänge, wären wir bereit, um auch die wirtschaftlichen Anforderungen erfüllen zu können.»

Kein Thema ist es, Lars Weibel als Torhüter für die Huttwil Falcons spielen zu lassen. Der ehemalige NLA-Goalie wurde vor zwei Wochen von Markus Bösiger, dem Besitzer des Sportzentrums Huttwil, als Leiter von Spezialprojekten angestellt. Mit den Huttwil Falcons hat diese Anstellung nichts zu tun; die Falcons verfügen mit Simon Pfister und Marcel Felder zudem über ein gutes Goalieduo.

Berner Zeitung

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