Dort, wo alles begann

Wie über 300 andere Schülerinnen und Schüler nahmen Anastasia und Janic Immer an der Berner Schulsportmeisterschaft im Orientierungslauf teil.

Zwei Geschwisterpaare: Simona und Fabian Aebersold (aussen), Anastasia und Janic Immer.

Zwei Geschwisterpaare: Simona und Fabian Aebersold (aussen), Anastasia und Janic Immer.

(Bild: Christian Pfander)

Sie ist der Star an diesem Tag: ­Simona Aebersold, 20-jährige Orientierungsläuferin aus Brügg, 7-fache Juniorenweltmeisterin. Unlängst sorgte sie für Furore, als sie an der Europameisterschaft im Tessin ihre erste Medaille bei der Elite gewann. Nun ist sie zusammen mit ihrem Bruder Fabian und zwei weiteren Mitgliedern des Schweizer Nationalkaders in den Sand bei Schönbühl gekommen. Zum sCOOL-Cup, der Berner Schulsportmeisterschaft im OL.

Simona und Fabian Aebersold laufen die Staffelstrecke im Sand in rund 7 Minuten. Nach ihnen gehen die 320 Schülerinnen und Schüler an den Start, zum Beispiel die Geschwister Anastasia und Janic Immer aus Schönbühl. Sie sind zum zweiten respektive dritten Mal am sCOOL-Cup dabei. Für die Staffelstrecke benötigen sie gut 14 Minuten, sind also deutlich schneller, als man es als erwachsener Laie wäre.

Sport liegt in der Familie

Immers Freude für den OL-Sport wurde in einem dreitägigen Kurs der OL-Vereinigung Hindelbank geweckt. «Das war megacool», sagt die 11-jährige Anastasia. Warum? «Weil man sich austoben kann und in der Natur ist.» Und man braucht nicht nur die Beine, sondern auch den Kopf. Oder, wie es der 13-jährige Janic sagt: «Ich finds cool, dass man auch Karten lesen muss.»

Sport liegt bei Anastasia und Janic Immer in der Familie. Der Vater war Orientierungsläufer, der Grossvater Waffenläufer. Hier beginnen die Parallelen zu Simona und Fabian Aebersold: Ihr Vater ist dreifacher OL-Staffelweltmeister, ihre Mutter war Marathonläuferin. «Klar, dank unseren Eltern kamen wir schon früh mit dem Sport in Kontakt», sagt Simona Aebersold. Bald seien die Motivationskünste der ­Eltern aber nicht mehr nötig gewesen, bald zog es sie aus eigenem Antrieb in den Wald.

Abwechslung zur Schule

Die Aebersold-Geschwister nahmen jedes Jahr am sCOOL-Cup teil. «Das hat mir jeweils me­ga­viel bedeutet», sagt Simona ­Aebersold. Hier lernte sie Kolleginnen kennen, mit denen sie nun auch im Nationalkader unterwegs ist. Zudem, fügt Fabian ­Aebersold an, war der Tagesausflug zum sCOOL-Cup eine willkommene Abwechslung zum Alltag im Schulhaus.

Nun tragen Aebersolds den ­roten Dress mit dem Schweizer Kreuz. So weit sind Anastasia und Janic Immer noch nicht: Sie laufen im weinroten T-Shirt der Schule Schönbühl, sind noch nicht Mitglied in einem OL-Verein. Doch was nicht ist, kann noch werden.

Berner Zeitung

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