Kinderparlament lehnt Tram Region Bern ab

Bern

Das Berner Kinderparlament hat erstmals eine städtische Abstimmungsvorlage diskutiert: Es sagt mit 94 zu 31 Stimmen deutlich Nein zum Tram Region Bern.

Das Kinderparlament sprach sich klar gegen das Tram Region Bern aus.

Das Kinderparlament sprach sich klar gegen das Tram Region Bern aus.

(Bild: Andreas Blatter)

Das Berner Kinderparlament hat die Abstimmungsvorlage zum «Tram Region Bern» an seiner ersten Sitzung im neuen Schuljahr intensiv diskutiert. Zum ersten Mal wurde über eine städtische Vorlage abgestimmt. René Schmied, Direktor Bernmobil und Mitglied des Unterstützungskomitees «Tram Region Bern», und der Journalist Hans-Martin Bürki-Spycher von der «Interessengemeinschaft Tram Region Bern – so nicht» versuchten, die Kinder mit ihren jeweiligen Argumenten zu überzeugen.

Danach diskutierten die Kinder. Seraphin (12) und Mona (11) meinten, der Bus sei immer voll. Das Tram könne mehr Passagiere aufnehmen und sei dadurch pünktlicher. Die umweltgerechten Busse könne man auch anders einsetzen. Dagegen hielt Yael (11), die die Abholzung der Bäume bei der Versetzung ihres Schlittelhügels bedauern würde.

Zudem war sie nicht überzeugt, dass der Takt sich mit einer Tramlösung verbessern würde. Unterstützt wurde sie in ihrer ablehnenden Haltung von Sebastian (11), der den Bus für so viel Geld nicht einfach nur durch ein Tram ersetzen möchte, ohne einen klaren Vorteil davon zu haben.

Das Kinderparlament sprach sich schliesslich mit 94 Nein- zu 31 Ja-Stimmen gegen das «Tram Region Bern» aus. Nachdem das Kinderparlament letzten Mai gegen den Gripen-Kauf gewesen war, was zu Kritik aus der SVP führte, dürften das neuste Abstimmungsergebnis nun wohl eher die linken Parteien enttäuschen.

Antwort zum «Schlittuwäldli»

Adrian Guggisberg vom Tiefbauamt übermittelte stellvertretend für Gemeinderätin Ursula Wyss die Antwort des Gemeinderats zum eingereichten «Schlittuwäldli»-Postulat. Die Postulantin Yael Bloch von der Bau- und Verbesserungsgruppe (BVG) zeigte sich mit der Antwort nur teilweise zufrieden.

Der Schlittelhügel bei der Haltestelle Galgenfeld bliebe zwar trotz der neuen Geleise des «Tram Region Bern» erhalten, müsste aber verschoben werden. Für Yael sind die für die Gleisbauten notwendige Abholzung der Bäume sowie eine Verkürzung des Hügels enttäuschend.

Neuwahlen

An seiner ersten Session im Schuljahr 2014/15 hat das KiPa neu Eline Riedi und den bisherigen Denis Kapljuk in das Co-Präsidium gewählt. Zudem hat es die ständigen Arbeitsgruppen Ratsbüro (RB), Finanzarbeitsgruppe (FAG), Bau- und Verbesserungs-gruppe (BVG), Stadtentdeckerinnen und Stadtentdecker (SE) sowie KiPa-Reporterinnen und KiPa-Reporter neu gewählt.

lub/mb

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