FC Grenchen im Cup ausgeschieden

Grenchen

Der FC Grenchen hat gegen Luzern die zweite Cup-Überraschung in dieser Saison verpasst. Unter der Leitung ihres neuen Trainers Marcel Hottiger verloren die Uhrenstädter trotz einer engagierten Leistung mit 0:3.

Einen Monat nach dem unerwarteten Cup-Erfolg gegen den aktuellen Challenge-League-Fünften FC Biel gastierte gestern mit dem FC Luzern das Super-League-Schlusslicht in Grenchen. «Wir waren alle topmotiviert», erzählt Offensivspieler Urs Lerch, der für die zweite Halbzeit Cubi ersetzte. «Für mich war es der erste Ernstkampf gegen ein Team aus der Super League. Ich spürte deshalb eine gewisse Nervosität und Anspannung.» Schliesslich rechnete man sich nach der vorangegangenen Überraschung auch diesmal einiges aus, obwohl ein Sieg gegen den zwei Ligen höher spielenden Traditionsverein einer Riesensensation gleich gekommen wäre.

Spielsystem angepasst

Mit der Übernahme des Trainerpostens durch Marcel Hottiger sei aber ein spürbarer Ruck durch die Mannschaft gegangen. Er habe eine klare Linie ins Grenchner Team gebracht. «Eine positive Stimmung ist allgegenwärtig», bemerkt Lerch. «Auch unser Spielsystem hat er angepasst und Rochaden vorgenommen.» Captain Lucien Kellerhals rückte zurück in die Verteidigung, um der Defensive mehr Stabilität zu verleihen. Stürmer Edward fand sich im zentralen Mittelfeld wieder. «Edward ist ein erfahrener und ehrgeiziger Spieler mit einem grossen Kämpferherz. Er verstärkt unser Zentrum», erklärt Hottiger.

Obwohl sich der FC Grenchen vor allem in der zweiten Halbzeit mit guten Aktionen den Applaus der 1800 Zuschauer verdiente, setzte es am Ende eine klare 0:3-Niederlage ab. Entscheidend war die klar bessere Effizienz. «Wir wussten, dass es gegen Luzern sehr schwierig würde», betont Hottiger. «Gegen einen Oberklassigen führen individuelle Fehler fast zwangsläufig zu Gegentoren.» In der 13. Minute befreite Verteidiger Marinjes einen Flankenball der Luzerner in die Füsse Seoanes, der Grenchens Torhüter Molina mit einem satten Schuss bezwang.

Kein Ehrentreffer

Acht Minuten waren in der 2. Halbzeit gespielt, als Ravasi den aus seinem Tor heraus geeilten Molina überlistete und das 2:0 schoss. Schliesslich traf Ravasi in der 90. Minute nach einem schnellen Gegenangriff zum 3:0-Endstand. Grenchen blieb dagegen der Ehrentreffer verwehrt.

Trotz Niederlage zeigte sich Hottiger bei seinem Debüt im Stadion Brühl zufrieden mit dem Team. «Ich habe einige positive Sachen gesehen. Die Mannschaft hat meine Erwartungen erfüllt.» Die Partie gegen den grossen FC Luzern sei eine gute Gelegenheit gewesen, um Moral zu tanken, auch wenn man verloren habe. «Für einen Sieg hätte wirklich alles stimmen müssen», ist sich auch Urs Lerch bewusst. Jetzt wolle man sich aber auf die nächsten Aufgaben fokussieren. «Ich hoffe, dass wir bald aus dem Loch herausfinden», erwartet Lerch gespannt die bevorstehende Meisterschaftspartie. Am kommenden Sonntag treten die Grenchner beim Luzerner Nachwuchs an, die erste Bewährungsprobe für das Team von Hottiger. Mit einem Sieg möchte man sich zunächst einmal vom Tabellenende verabschieden und bis zur Winterpause einen wichtigen Schritt nach vorne machen.

Solothurner Tagblatt

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