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Armeechef Thomas Süssli«2021 wird der grösste RS-Start der neueren Geschichte»

Armeechef Thomas Süssli erwartet für das nächste Jahr wegen der Corona-Pandemie rund 1000 Rekruten mehr.

Rechnet für 2021 mit rund 12’000 Rekruten: Armeechef Thomas Süssli. (Archivbild)
Rechnet für 2021 mit rund 12’000 Rekruten: Armeechef Thomas Süssli. (Archivbild)
Tamedia AG/Adrian Moser

Die Schweizer Armee rechnet im kommenden Jahr mit einem rekordhohen Andrang beim Start der Rekrutenschule (RS). Es gebe etwa 1000 zusätzliche Rekruten, sagte Armeechef Thomas Süssli in einem Interview mit der Tageszeitung «Blick». «2021 wird der grösste RS-Start der neueren Geschichte!»

Die Zahl der Rekruten steige dadurch auf etwa 12'000 Personen. Die Armee suche derzeit zusätzliche Lokalitäten. So werde es auch etwas mehr Sanitätspersonal haben. Der Andrang sei gross, weil 2021 viele Personen kämen, die jetzt wegen der Corona-Pandemie Zeit hätten.

Wer 2021 regulär einrücken müsse, verschiebe die RS nicht. Ferner gebe es quer durch die Bevölkerung viele Leute, die sich freiwillig meldeten, weil sie in Kurzarbeit seien oder beim Studium ein Zwischenjahr nicht wie geplant absolvieren könnten.

Infos schon vor der Aushebung

Generell will Süssli gerade für die Jugendlichen die Armee attraktiver machen. Die Armee versuche, junge Leute schon mit 17 Jahren, also noch vor der Aushebung, zum Beispiel mit einer App abzuholen. Über die App könnten sie sich über die Armee informieren.

Süssli ist ferner überzeugt, dass die Armee ihr Image aufpolieren sollte. Es brauche jetzt einen Wandel. Das zeige auch die nur sehr knappe Annahme des Volksentscheides für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. Die Armee müsse ihr Tun noch besser erklären.

Nicht mehr so präsent wie früher

Die Armee sei kleiner und jünger geworden. Deshalb sei sie nicht mehr so präsent in der Bevölkerung wie früher, als der Vater noch in Uniform, mit Gewehr und kompletter Ausrüstung nach Hause gekommen sei. Die Armee müsse erklären, wozu es sie heute noch brauche.

Und dass die Fähigkeiten der Armee den heutigen Gefahren und Bedrohungen entsprechen müsse. Die Konflikte seien viel komplexer geworden. Sie fänden im Cyberraum statt. Sie würden heute mit politischen, wirtschaftlichen und kriminellen Mitteln geführt.

SDA/chk