2019 werden zwei Rechnungen für Radio- und TV-Gebühr verschickt

Serafe übernimmt von Billag – und könnte zum Start für Verwirrung sorgen.

Der Briefkasten der Serafe AG, Tochterfirma der Secon AG, in Fehraltorf. Serafe übernimmt das Eintreiben der Radio- und TV-Gebühren anstelle von Billag. (Archiv)

Der Briefkasten der Serafe AG, Tochterfirma der Secon AG, in Fehraltorf. Serafe übernimmt das Eintreiben der Radio- und TV-Gebühren anstelle von Billag. (Archiv)

(Bild: Keystone Thomas Delley)

Ab nächstem Jahr löst die neue Abgabe für Radio und Fernsehen die bisherige Empfangsgebühr ab. Diese kommt nicht mehr von der Billag, sondern von der Schweizerischen Erhebungsstellen für die Radio- und Fernsehabgabe, Serafe.

Trotzdem dürfte der Erklärungsbedarf am Anfang gross sein. Die meisten Haushalte erhalten 2019 nämlich zwei Rechnungen. Um den Aufwand tief und den Geldfluss konstant zu halten, werden alle Haushalte zunächst in eine von zwölf Abrechnungsgruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält die Jahresrechnung in einem anderen Monat.

Die Billag erhebt die Empfangsgebühr nur bis Ende 2018. Die Serafe verschickt daher zunächst eine Rechnung an alle Haushalte. Diese decken den Zeitraum von Anfang Jahr bis zu dem Monat ab, in dem die ordentliche Jahresrechnung zugestellt wird. Wer die Jahresrechnung im Mai erhält, bekommt Anfang 2019 also eine Rechnung für die Periode Januar bis April.

Die neue Abgabe beträgt für Privathaushalte 365 Franken pro Jahr, rund 30 Franken pro Monat. Heute beträgt die Empfangsgebühr 451 Franken pro Jahr. Auch Unternehmen mit einem Umsatz über 500'000 Franken zahlen eine Abgabe. Diese wird von der Eidgenössischen Steuerverwaltung erhoben, wie es in einer Mitteilung des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) vom Dienstag heisst. Die Höhe der Abgabe ist vom Umsatz abhängig. Sie beträgt zwischen 365 Franken und 35'590 Franken.

Über eine Milliarde Franken Einnahmen

Im Juni 2015 hatte das Volk die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes angenommen. Diese Änderung ermöglicht das neue Empfangsgebührensystem. Dieses ist wegen der technologischen Entwicklungen nötig geworden.

Heute können Radio- und Fernsehsendungen nämlich nicht nur auf den herkömmlichen Empfangsgeräten, sondern auch auf Smartphones, Computern oder Tablets empfangen werden. Die Gebühr wird daher künftig unabhängig davon erhoben, ob jemand ein Empfangsgerät besitzt oder nicht.

Die Einnahmen belaufen sich auf rund 1,37 Milliarden Franken pro Jahr. Damit werden die SRG-Programme finanziert und private Radio- und Fernsehsender unterstützt.

nag/sda

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