Die Neuland setzt auf die Muse

Thun

Am Donnerstag startet auf dem Expo-Gelände die 23. Ausgabe der Ausstellung Neuland. Unter dem Motto «Neuland küsst die Muse» stehen heuer vielfältige Kunst, lebendige Kultur und rund 160 Aussteller im Mittelpunkt.

Gerhard Engemann freut sich auf die Neuland-Ausstellung. Foto: Patric Spahni

Gerhard Engemann freut sich auf die Neuland-Ausstellung. Foto: Patric Spahni

«Es geht um Inspiration und Kreativität», sagt Gerhard Engemann. Mit wenigen Worten umschreibt der Geschäftsführer der Thun-Expo die Themen der 23.Ausstellung Neuland. Im Mittelpunkt der Messe, die am Donnerstag auf dem Expo-Gelände in Thun ihre Türen öffnet, steht das Motto «Neuland küsst die Muse». «Wir präsentieren eine gänzlich neue Sonderschau», so der Organisator weiter. Mit dem Motto widmet sich die Ausstellung in diesem Jahr den schönen Künsten.

Dabei werde spürbar, wie eng die schönen Künste mit Handwerk verbunden sind. So ist zum Beispiel Klavierbauer Matthias Simmen aus Thun vor Ort. Er restauriert ein 150-jähriges Jacobi-Klavier und lässt dessen Innenleben sehen und hören. Auch ein Alphorn wird die Herzen berühren: Heinz Tschiemer aus Habkern zeigt die Geschichte des mächtigen Instruments und wie es entsteht. Zudem können Kinder unter der Anleitung von Paul Fuchs aus Hofstetten gleich selber das Handwerk Schnitzen an einem Holzbrett für einen Unkostenbeitrag aktiv ausprobieren.

An der Ausstellung anzutreffen sind ebenso zahlreiche Künstler aus dem Berner Oberland, organisiert von der Thuner Galerie Markus Hodler, sowie der Verein Literaare mit Lesungen verschiedener Autorinnen und Autoren. Leseglück gibt es weiter in der Ecke von Regula Tanner aus Steffisburg mit Bücher-Brocki, Lesesessel und Ständerlampe. Spektakel verspricht eine Feuershow des Künstlers Comedy-Raffi. Alle Darbietungen finden im Variété-Pavé statt.

Confisserie und Bier

Eine Produktschau präsentieren die Bäcker und Confiseure im Rahmen des Nachwuchsevents Oberland 2019. Rund 40 Lernende des Abschlussjahres aus Thun zeigen ihre süssen Schaustücke wie auch Schaufensterdekorationen zum Thema Kunst und hoffen auf eine möglichst gute Bewertung der Fachjury oder einen Publikumspreis. Auch die Neuland-Gäste können ihre Kreativität ausleben und Lebkuchen selber dekorieren.

Bekanntlich ist die Schweiz das Land der Mikrobrauereien. 27 von ihnen und ein Cider-Hersteller präsentieren ihr Handwerk an der Neuland am 3. Craft Beer Festival. Die Palette reicht vom Lagerbier oder Märzen im klassischen deutschen Braustil über englisches oder amerikanisches Ale bis hin zum üppigen Stout. Dazu kommen Liebhaberkreationen wie zum Beispiel ein mit Wildhefe vergorenes Bier. Hinter dem Festival steht der Thuner Homebrew Club, der seit 2008 an der Ausstellung vertreten ist. Bierliebhaberinnen und -liebhaber können die einheimische Vielfalt der Biere kosten und dabei mit den Braumeistern persönlich ins Gespräch kommen.

Daneben werden gegen 160 Aussteller aus dem Berner Oberland und angrenzenden Gebieten teilnehmen. Anzutreffen ist ebenso der Streichelzoo mit Schafen, Schweinen, Kaninchen und anderen Bauernhoftieren. Besonderes Augenmerk widmen die Neuland-Macher dieses Jahr dem Aussenbereich. Er wird von der Gartenbauschule Hünibach gestaltet und aufgewertet. Geschäftsführer Gerhard Engemann jedenfalls ist überzeugt: «Besucherinnen und Besucher können sich auf eine heimelige, abwechslungsreiche und warme Ausstellung mit viel Charme, Vielfalt und freundliche Aussteller freuen.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt