Mit dem RBS zum Inselspital?

Bern

Heute gelangt man per Bus oder Postauto vom Bahnhof zum Inselspital. Der Kanton Bern prüft nun, ob die RBS-Linie in Zukunft unterirdisch bis zum Spital verlängert werden könnte.

Vielleicht heisst die Endstation bald nicht mehr Bahnhof Bern, sondern Inselspital.

Vielleicht heisst die Endstation bald nicht mehr Bahnhof Bern, sondern Inselspital.

(Bild: Urs Baumann)

Ob Patienten, Besucher oder Mitarbeitende: Rund 10 000 Personen gehen auf dem Insel-Areal ­jeden Tag ein und aus. Um zum Spital zu gelangen, benützen viele von ihnen den öffentlichen Verkehr. Erst seit 2015 fährt der 11er-Bus direkt durch das Insel-Areal, zuvor hielt er 300 Meter vom Eingang entfernt. Bereits bei der Jungfernfahrt sagte die frühere kantonale Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer: «Irgendwann könnte auch der Bus an seine Grenzen kommen.» Es sei nicht auszuschliessen, dass die Insel im Rahmen des Bahnhofausbaus dereinst sogar unterirdisch an das RBS-Netz angeschlossen werden könnte. «Ich werde nicht die letzte Verkehrsdirektorin sein, die hier eine neue ÖV-Erschliessung feiern kann», sagte sie vor drei Jahren.

RBS-Metro bis Köniz?

Jetzt ist Christoph Neuhaus Verkehrsdirektor. Und tatsächlich wird die damalige Idee wieder aktuell. Gemäss dem prognostizierten Wachstum werde die heutige Erschliessung des Insel-Areals durch den öffentlichen Verkehr in den nächsten Jahren an ihre Grenzen stossen, teilte der Kanton mit. Deshalb soll mit einer Zweckmässig­keitsbeurteilung (ZMB) untersucht werden, wie in Zukunft genügend Kapazitäten für ein attraktives ÖV-Angebot bereitgestellt werden können. Die ZMB Insel-Areal wird vom Kanton Bern unter Einbezug der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, der Stadt Bern, des Inselspitals und der Transportunternehmen durchgeführt. Neben Tram- und Busvarianten werde auch die unterirdische Verlängerung des RBS zum Inselspital geprüft. «Der RBS-Bahnhof wird heute so ausgebaut, dass die Linie grundsätzlich verlängerbar ist», sagt Christian Aebi, Co-Leiter des Amts für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination der Bau-, Verkehrs- und Energie­direktion.

Möglich wäre sogar eine Verlängerung der unterirdischen RBS-Linie via Inselspital bis nach Köniz. Diese Idee einer RBS-Metro könnte im Rahmen der ZMB Auftrieb bekommen. «Sie ist aber nicht Bestandteil der Studie. Jetzt geht es um die ­Erschliessung des Insel-Areals», sagt Aebi.

Die Planungsarbeiten starten im Herbst 2018. Der Abschluss der ZMB ist voraussichtlich im Jahr 2020, zuvor gibt es eine öffentliche Mitwirkung.

ehi

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