Ein Krimi macht Bümpliz zum Tatort

Der ehemalige Werber und Mitbegründer der Agentur Contexta, Fritz Kobi, hat seinen elften Roman herausgegeben. Der Krimi spielt im Berner Westen. Es geht um Mord und Machthunger.

Fritz Kobi veröffentlicht seinen elften Roman.

Fritz Kobi veröffentlicht seinen elften Roman.

(Bild: Andreas von Gunten)

Ein millionenschwerer, berühmter Kunstmaler, ein nicht minder finanzstarkes Notariat, eine zwielichtige Bank und ein korrupter Galerist. Das sind die Hauptfiguren in Fritz Kobis neuem Kriminalroman «Bümpliz Mord». Es beginnt mit einer Gräueltat.

Da findet der Maler Klaus Kaltbach seine innig geliebte Lisa tot und auf bestialische Weise umgebracht in seiner Wohnung. Der Schädel ist blutüberströmt, straffe Kabelbinder haben tiefe Wunden in die Knöchel gerissen. Und überall liegen ausgerissene Fellbüschel herum, denn Lisa war eine Katze.

Geldgier und Machthunger

Der Täter hat eine anonyme Morddrohung gegen den Katzenliebhaber Kaltbach hinterlassen. Ist es Kaltbachs Assistent, der vom Kunstmaler unlängst fristlos entlassen worden ist? Auf der Suche nach diesem Vor-die-Tür-Gesetzten verstrickt sich Kaltbach in ein kriminelles Umfeld voller Geldgier und Machthunger. Nicht nur Kaltbach ist unterwegs, auch der Leser wandert auf 440 Seiten durch Bümpliz und Bethlehem, macht Ausflüge nach Freiburg, nach Rosshäusern und ins Stadtzentrum. Das Buch ist spannend, flüssig und unterhaltsam geschrieben.

Bümpliz, unauffällig

Dass der 78-jährige Autor ausgerechnet Bümpliz als Schauplatz krimineller Machenschaften gewählt hat, ist nicht zufällig. «Bümpliz ist zwar tatsächlich kein typischer Tatort für Schandtaten und Verbrechen», sagt Kobi, «im Gegenteil; der Ort zwischen Könizbergwald und Bremgartenwald ist ein friedlicher und eher unauffälliger Lebensraum.»

Er habe aber eine Affinität zu Bümpliz, habe dort eine glückliche Jugendzeit erlebt. «Bümpliz und andere Suburbs sind zu einer Stadt geworden, hier findet Leben statt, hier geschieht das wahre Zwischenmenschliche.» Und er fragt: «Weshalb sollte Bümpliz nicht eine realistische Bühne für meinen Krimi sein können?»

«Bümpliz Mord» ist Kobis elftes Werk. Der ehemalige Werber, Mitbegründer der Werbeagentur Contexta sowie des Restaurants Lorenzini schreibt seit 1977 Romane. Sein aktueller Krimi sei auch nicht der letzte, bereits ein neuer sei in der Pipeline, meint er. Die Ingredienzien des nächsten Romans sind der Tod, Erben und der Egoismus.

Berner Zeitung

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