Beste Voraussetzungen

Die Schwestern Katrin und Eva Zihlmann haben für ihr Album «Hoppelihopp» «S’Goldig Chrönli» gewonnen. Es ist die höchste Auszeichnung für Kinderaudioproduktionen.

«Als Eva geboren wurde, habe ich oft für sie gesungen»: Katrin (links) und Eva Zihlmann.  Foto: Nicole Philipp 

«Als Eva geboren wurde, habe ich oft für sie gesungen»: Katrin (links) und Eva Zihlmann.  Foto: Nicole Philipp 

Marina Bolzli@Zimlisberg

Katrin und Eva Zihlmann sitzen zwischen Gitarren und Notenblättern und freuen sich: Die Schwestern haben «S’Goldig Chrönli» für ihr Kinderliederalbum «Hoppelihopp» gewonnen. Es ist die höchste Auszeichnung für Kinderaudioproduktionen in der Schweiz. Viel Arbeit steckt in ihrem Projekt, viel Liebe auch. Und fast kein Zufall.

Denn die beiden haben die besten Voraussetzungen, gemeinsam Kinderlieder zu machen. Katrin Zihlmann arbeitet als Dozentin für Gitarre am Berner Institut Vorschulstufe und Primarstufe NMS; Eva Zihlmann war früher Kindergärtnerin und ist nun Musik- und Bewegungspädagogin in Luzern. Für beide war Musik schon immer Bestandteil ihres Lebens.

Katrin ist fünfzehn Jahre älter als die 40-jährige Eva. «Als Eva geboren wurde, habe ich oft für sie gesungen, ich war damals im Lehrerseminar», erzählt Katrin. Die Leidenschaft wurde zu einer gemeinsamen. Als die Jüngere dann selber Kindergärtnerin wurde, fiel ihr auf, dass sie oft keine passenden Lieder zu den jeweiligen Themen fand – oder nur die Lieder, die alle jedes Jahr wieder hervorholten.

Also schrieb sie die Stücke selbst – und gab sie ihrer älteren Schwester zur Überprüfung. Diese wiederum sang sie mit ihren Studierenden in der Lehrerausbildung. Und immer häufiger hörten die Schwestern von aussen: «Gebt doch ein Liederheft raus.» 

Vor einem Jahr schliesslich war es so weit, im Zytglogge-Verlag erschien «Hoppelihopp»: einerseits als Album zum Hören. Andererseits als Musikwerkbuch mit Ideen für Kita-Betreuer und Lehrerinnen, wie sie mit den Kindern die Lieder singen und begleiten können. Oder wie sie sich dazu bewegen können. Es finden sich zwanzig Lieder darauf, zu allen Themen, die die Kleinen während des Jahres begleiten: Samichlaus, der erste Schnee, Fasnacht, Ostern und der Badibesuch.

Zappelig wegen Samichlaus

Die Schwestern vertrauen beim Schreiben darauf, was sie bei den Kindern beobachten. Dass sie zum Beispiel vor dem Samichlausetag richtig zappelig werden. «Was meinsch, warum bin ich so zapplig, weisch, wär chunnt scho gli? Ich dänk, de Sa-, de Samichlaus, chunnt bi dir verby», klingt es dann als Liedtext. Und natürlich haben sie fürs Booklet auch ein Maskottchen kreiert, einen frechen und fröhlichen Hasen, der auch mal mit Chlausenmütze auftritt.

Zudem haben die Schwestern für das Album die Lieder arrangiert, eine Band aus befreundeten Musikern engagiert, einige Kinder des Kinderchors, dessen Dirigentin Eva Zihlmann ist, auch mitsingen lassen. «Unser Anliegen ist es, dass kindergerecht gesungen wird», sagt Katrin Zihlmann. Deshalb freue sie der Preis umso mehr. Auch in der Fachwelt ist ihr Engagement angekommen: Die Schwestern werden nun für Kurse gebucht, wo sie angehenden Lehrerinnen oder Lehrern in Weiterbildung die Lieder und die Möglichkeiten rundherum beibringen.

Eva und Katrin Zihlmann: «Hoppelihopp», Zytglogge-Verlag.

Berner Zeitung

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