Der Spassvogel, der das halbe Jahr in Kolumbien lebt

Simon Pellaud ist die Frohnatur im Swiss-Cycling-Team. Ein Rennunfall kurbelte die Karriere des Wallisers an.

Simon Pellaud ist privat und auf dem Rad eine Frohnatur. (Video: Tamedia)

Hier einen Spruch, da ein Spässchen – Simon Pellaud hat praktisch immer gute Laune. Der Walliser, der das halbe Jahr in Kolumbien lebt, sorgt im Swiss-Cycling-Team für die Unterhaltung. Dies entgeht auch dem sportlichen Leiter Marcello Albasini nicht. Er beschreibt ihn als «Spassvogel». Für Pellaud geht das in Ordnung. «Damit kann ich leben», sagt der 26-Jährige. «Ich habe viel Freude am Radsport und verbreite die gute Stimmung.» Es sei für ihn auch eine grosse Ehre, an der Tour de Suisse mit dem Schweizer Kreuz auf dem Rücken unterwegs zu sein.

Wie praktisch bei jedem Radprofi war die Stimmung während der Karriere aber auch schon nicht so gut. Pellaud, der mit Mountainbike-Rennen in seiner Heimat anfing, stürzte bei einem Rennen in Kolumbien. Er brach sich dabei den Ellenbogen. «Dieser Vorfall hat mich geprägt. Ich bin nachher stärker zurückgekommen», sagt der Walliser. Dieses Jahr steht er noch bei IAM Excelsior unter Vertrag. Für nächste Saison konnte sich Pellaud einen Vertrag beim italienischen Pro-Continental-Team Androni Giocattoli-Sidermec ergattern.

Ein ehemaliger italienischer Radprofi ist auch Pellauds Idol. «Paolo Bettini war super», schwärmt der 25-Jährige. «Er zeigte grosse Emotionen und fuhr mit Herz.» Bettini war ein Klassiker-Spezialist und gewann fünf Monumente des Radsports. Pellaud ist davon noch ein Stück weit entfernt. Mit seinem neuen Vertrag hofft der 25-jährige Walliser aber, diesem näher zu kommen. Er will den Radsport aber auch einfach geniessen.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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