Das sind die Berner Sterne-Restaurants 2019

Zehn Lokale im Kanton Bern wurden mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Neu dabei ist das Restaurant Gedult in Burgdorf. In Worb und in Gstaad sind zwei Sterne untergegangen.

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Claudia Salzmann@C_L_A

Mit der neuen Ausgabe des Guide Michelin Schweiz 2019 verzeichnet Michelin einen Rekord: 128 Restaurants haben mindestens einen Stern erreicht, drei davon haben drei, 20 sind mit zwei Sternen ausgezeichnet, wie gestern im Kultur- und Kongresszentrum (KKL) in Luzern bekannt gegeben wurde. Zehn dieser ausgezeichneten Lokale befinden sich im Kanton Bern (siehe Bildstrecke), deu darunter ist das Restaurant Gedult in Burgdorf.

Hier kocht seit 2016 Lukas Kiener. «Ein Stern war immer mein Ziel, weshalb es eine grosse Ehre für mich ist, hier zu sein», sagte der Berner auf der KKL-Bühne. Ausschlaggebend sei seine filigrane und saisonale Küche, aber er koche auch gerne mal eine Rösti. Am 27. Februar feiert er seinen 30. Geburtstag: «Ein schöneres Geschenk kann man fast nicht bekommen.»

Der frisch gebackene Sternekoch Lukas Kiener freut sich über die Auszeichnung: «Ich bin sprachlos.» Video: Claudia Salzmann

Den Stern verloren hat hingegen das Restaurant Leonard’s im Le Grand Bellevue in Gstaad. Mit gutem Grund: Dort gab es einen Wechsel in der Küche: Urs Gschwend kocht nun in Bern im Clé de Berne, im Leonard’s ist Marcus G. Lindner Küchenchef. Und in Worb gibt es keine Sterneküche mehr.

Von Pneukauf zu Gourmetessen

Nicht immer ging es im Guide Michelin nur um Essen: Wo kann ich mein Auto reparieren lassen? Wo gibt es Benzin? Und wo einen Reifenhändler? Solche Informationen verbreitete der Guide Michelin in seinen Anfängen um 1900, um die Kundschaft zu motivieren, ihre Reifen abfahren. Heute ist der Gastroführer in 30 Ländern vertreten, auch in der Schweiz zählt er nebst dem Gault Millau (GM) aus dem Hause Ringier zu den beiden renommiertesten.

Für Rolf Fuchs vom Restaurant Panorama in Steffisburg, der seinen Stern dieses Jahr bestätigen konnte und auch 16 «Gault Millau»-Punkte inne hat, sind beide Bewertungen wichtig, aber: «Einen Stern zu bekommen, ist natürlich der Ritterschlag», sagt Fuchs. Dies aus dem Grund, weil er rarer sei und die Bewertung transparenter.

Dass Restaurants bezahlen würden, um in solchen Führern vorzukommen, tut er als Gerücht ab. «Das ist Blödsinn, eine solche Praxis ist mir noch nicht begegnet.» So sieht es auch Fabian Raffeiner vom Meridiano in Bern. «Die Tester geben sich entweder gar nicht zu erkennen oder erst nach Begleichen der Rechnung.»

Persönlich bedeutet auch ihm sein Stern mehr, was mit der Geschichte der Führer zu tun habe. Michelin gebe es schon länger und sei internationaler als GM. «Für die breite Masse in der Schweiz hat für mich aber der Gault Millau mehr Gewicht als der Guide Michelin.»

Preis und Leistung stimmen

Nebst der Sterne-Auszeichnung gibt es auch die Kategorie «BIP Gourmand», die Tipps der Michelin-Tester listet, in welchen Lokalen das Preis-Leistungsverhältnis am besten stimmt. Neu aufgelistet sind im Kanton Bern das Restaurant Schöngrün in Bern, der Platanenhof in Kirchberg, das Aux Trois Amis in Ligerz und das Restaurant «ziegel.hüsi» in Stetteln.


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