Spott für den «zahnlosen» Hollande

Twitter-Nutzer verbreiteten bearbeitete Fotos vom französischen Präsidenten. Laut dem Buch seiner Ex-Lebensgesfährtin soll er sich abschätzig über Arme geäussert haben.

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— Florasa (@florasa) 3. September 2014

Eine im Buch seiner Ex-Lebensgesfährtin kolportierte abschätzige Bemerkung über arme Menschen hat Frankreichs Staatschef François Hollande Hohn und Spott im Internet eingebracht. Die Twitter-Gemeinde veralberte den Präsidenten, der im privaten Kreis Arme als «Zahnlose» bezeichnet haben soll, und verbreitete unter anderem bearbeitete Fotos, die den Sozialisten ohne Zähne zeigen. Der Hashtag #SansDents (deutsch: Ohne Zähne) stand am Donnerstag bei Twitter in Frankreich an der Spitze der Trendcharts.

Als Witz kursierte im Netz zudem, dass Menschen ohne Zähne immerhin «Flanby» essen könnten. Der Name eines bekannten Puddings hängt Hollande wegen seiner früher rundlichen Figur und seines wenig kernigen Auftretens bis heute als Spitzname an.

Hollandes Ex-Partnerin Valérie Trierweiler schreibt in ihrem am Donnerstag in den Handel gekommenen Buch über ihre Zeit mit Hollande, der Sozialist möge arme Menschen nicht. «Er, der Mann der Linken, spricht im Privaten von den 'Zahnlosen' und ist dabei stolz auf seinen Humor», schreibt Trierweiler.

Zur Seite sprang dem Staatschef am Donnerstag ausgerechnet seine Ex-Ex: Umweltministerin Ségolène Royale, mit der Hollande vor Trierweiler liiert war und mit der er vier Kinder hat, bezeichnete die angebliche Zahnlosen-Äusserungen als «Unsinn». «Das ist das Gegenteil seiner politischen Identität. Man muss ernsthaft bleiben», sagte die Sozialistin den Sendern RMC und BFMTV.

jym/AFP

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