Thuner Jungbrunnen

Der UHC Thun stellt in der neuen Saison eines der jüngsten Teams in der NLA. 17 der aktuell 22 Akteure, die im Kader stehen, sind 22-jährig oder sogar noch jünger.

Routinier unter vielen Jungspunden: Auf dem erfahrenen Scorer Jonas Wettstein lastet einige Ver­antwortung.<p class='credit'>(Bild: Markus Grunder)</p>

Routinier unter vielen Jungspunden: Auf dem erfahrenen Scorer Jonas Wettstein lastet einige Ver­antwortung.

(Bild: Markus Grunder)

Neue Saison, neues Herausforderungen. Beim UHC Thun sind vor der am morgigen Sonntag beginnenden NLA-Saison einige Mosaiksteinchen ersetzt worden. Das wohl wichtigste: Der ehemalige Assistent Sebastian Thomann fungiert neu als Cheftrainer an der Bande der Thuner. Der Jungcoach ersetzt Daniel Steiner, soll frischen Wind und neue Energie in die Mannschaft bringen und geniesst einige Vorschusslorbeeren.

«Sebastian Thomann ist fachlich gesehen ein wirklich ungemein starker Coach», sagt Thuns Sportchef Philipp Gasser. Der neue Trainer sei aber auch clever genug, «dass er nicht gleich alles auf den Kopf stellen wird, sondern versucht, auf der Basis der letzten Jahre aufzubauen», wie Gasser erklärt.

Junge Mannschaft

Als Fundament dient dem neuen Übungsleiter Thomann, dem mit Sam Anneler und Hans-Roland Meyer die U-21-Trainer der letzten Saisons als Assistenten zur Seite gestellt werden, eine ziemlich junge Mannschaft, welche auch auf die neue Saison hin wieder mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs ergänzt worden ist. 17 der aktuell 22 Akteure, die im Kader stehen, sind 22-jährig oder sogar noch jünger.

«Es wäre natürlich schön, wenn die vielen Jungen eine gute Rolle und auch bereits Verantwortung übernehmen könnten», hofft Sportchef Gasser. Ziel sei es aber auch, die vielen Talente so aufzubauen, dass einige von ihnen im Verlauf der nächsten ein bis zwei Jahren zu Schlüsselspielern für den UHC Thun heranreifen könnten.

Umso wichtiger ist kurzfristig betrachtet also auch die Tatsache, dass es den Thuner Verantwortlichen gelungen ist, Leistungsträger und Routiniers wie Captain Jonas Wettstein oder Topscorer Thomas Kropf an Bord zu halten. «Auf den Routiniers lastet in Anbetracht des jungen Teams in dieser Saison sicher einige Verantwortung», sagt Sportchef Gasser.

Neuer Ausländer

Bei den Thuner geniesst der Ligaerhalt freilich absolute Priorität. Helfen, eine möglichst sorgenfreie Spielzeit hinzubekommen, soll ein neuer Ausländer. Der Tscheche Jan Simek ersetzt den Finnen Matti Taurama, welcher nach vier Jahren im Berner Oberland in seine Heimat zurückgekehrt ist.

Mit Simek verpflichteten die Thuner einen mehr als ­valablen Ersatz, gelangen dem 22-Jährigen mit den schnellen Händen in der letzten Saison in der tschechischen Topliga doch mehr als beachtliche 58 Skorerpunkte in 26 Partien. Simek gilt in seiner Heimat als grosses Talent, das nun in der Schweizer Eliteliga weiter reifen soll.

«In der letzten Saison sahen wir gegen die Topteams oft gut aus, spielten aber gegen direkte Konkurrenten nicht immer unser bestes Uni­hockey. Das sollte sich in der ­neuen Saison unbedingt ändern», sagt Sportchef Gasser. Der Start in die Meisterschaft erfolgt für die Thuner am Sonntagabend mit einem Heimspiel (19 Uhr) gegen die Kloten Jets.

Berner Zeitung

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