Der Fussballmatch FCZ gegen Basel kostet 400'000 Franken
Von Stefan Hohler. Aktualisiert am 13.05.2011 76 Kommentare
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Am Morgen nach dem Meisterschaftsspiel Zürich gegen Basel vom Mittwochabend ist offensichtlich geworden, dass die von den Basler Fans verursachten Schäden deutlich höher sind, als ursprünglich vermutet. So haben die Chaoten nicht nur drei Essensstände zum Teil demoliert und die Kassen geplündert, sondern auch Lavabos im WC des Gästesektors zerstört. Zudem wurden Sitze beschädigt. Wie die Stadtpolizei gestern in einer Mitteilung schreibt, entstand ein Schaden von rund 150'000 Franken. Die Schäden beim Caterer werde vermutlich die Versicherung bezahlen, sagt Stadionmanager Peter Landolt. Für die Reparatur der WC-Anlagen und den Ersatz der demolierten Sitze müsse dagegen der FC Zürich aufkommen.
Die Kosten für ein Hochrisikospiel sind von der Stadtpolizei in der Vergangenheit mit rund einer Viertelmillion Franken beziffert worden. Beim gestrigen Match war die Polizei mit einem sehr grossen Aufgebot vor Ort. Bei den Auseinandersetzungen waren zehn Personen leicht verletzt worden. Im Sonderzug nach Zürich hätten die Basler Fans «für einmal» keine Sachbeschädigungen verübt, so ein SBB-Sprecher. Man habe lediglich für die Reinigungskosten der Wagen aufkommen müssen
Videos als Beweismittel
Die Situation vor dem Gästeeingang war vor dem Match eskaliert, als Basler Fans von aussen einen Rucksack mit Feuerwerkskörpern über den Zaun ins Stadion hinein zu ihren Komplizen geworfen hatten. So wollten sie die Sicherheitskontrollen umgehen. Als die Security-Mitarbeiter im Stadion den Rucksack ergriffen, wurden sie von den Basler Fans angegriffen. Die Sicherheitsleute und die Stewards am Drehkreuz wurden überrumpelt und mussten sich zurückziehen. Der Eingangsbereich sowie die angrenzenden Notausgangstore blieben rund eine Viertelstunde unbewacht offen. Etwa 1000 der rund 2500 Basler Fans hätten den Eingang gestürmt, sagt Stadionmanager Landolt. Die Chancen stehen gut, dass sich die Randalierer vor der Justiz verantworten müssen. Man habe viel Video- und Fotomaterial mit belastendem Inhalt.
Laut Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei, hat eine erste Sichtung der Aufnahmen gezeigt, dass es sich dabei um vielversprechende Beweismittel handle. Die Stadionbetreiber hätten bereits Anzeige eingereicht. Wirz bezeichnete den Polizeieinsatz als gut und geglückt. Dank einem Grossaufgebot von Polizisten habe man ein Zusammentreffen der Basler und der Zürcher Fans verhindern können.Gemäss Peter Landolt ist geplant, den Eingangsbereich im Gästesektor zu verstärken. Es liege ein fertiges Projekt in der Schublade, das an den Zutrittsanlagen zu den beiden Gästesektoren neu Sicherheitstore und mannshohe Drehkreuze vorsieht. Dann könnte nur noch eine Person nach der anderen ins Stadion. Zudem sollen auch der Zaun im Eingangsbereich erhöht und die Umzäunung der Gästesektoren verbessert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Franken.
Ende Jahr mehr Sicherheit
Gemäss Patrick Pons, Sprecher des für das Letzigrundstadion verantwortlichen Sportdepartements der Stadt, sind diese Sicherheitsmassnahmen im Rahmen der neuen Stehplätze in den Fankurven vorgesehen. Die Arbeiten für die Sicherheit im Gästesektor sind auf Dezember 2011 bis Februar 2012 vorgesehen, die für die Stehplätze in den Stadionkurven auf Ende Jahr. Der Stadtrat hat den Beschluss dafür im letzten November gefällt. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 12.05.2011, 22:56 Uhr
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76 Kommentare
Wenn es schon für den FCZ Sportchef Fredy Bickel völlig ok ist vor laufenden Kameras auf die Letzigrund Infrastruktur einzuhauen und Tafeln wegzukicken, und Eltern, Lehrer und Trainer es völlig normal finden, wenn bereits Primarschüler "Scheiss Club" skandieren, muss man sich nicht wundern, wenn sie sich später als Hooligans entfalten. Vorbilder brauchen die Kids! Vorbild heisst RESPEKT VORLEBEN! Antworten

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