Bald mit dem eigenen Rotwein ins Flugzeug
Von Jan Derrer, Franziska Kohler. Aktualisiert am 18.01.2012 27 Kommentare
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Mehr als 600 Kilogramm Getränke, Parfüms, Linsenmittel und Crèmen muss der Flughafen Zürich seinen Passagieren täglich abnehmen. Das soll sich bald ändern: Ab morgen testet die Polizei in Kloten zwei neue Geräte, die gefährliche Flüssigkeiten im Handgepäck automatisch erkennen können.
Wer diese Kontrolle erfolgreich passiert, darf seine Getränke mit an Bord nehmen. Derzeit dürfen Reisende nur Behälter mit sich führen, die einen Deziliter Flüssigkeit oder Crèmen enthalten.
Bis Ende Februar ergänzt eine zusätzliche Linie die Sicherheitskontrolle in Zürich. Zwei neuartige Kontrollgeräte prüfen dort die Flüssigkeiten im Handgepäck auf ihre Eigenschaften. Das erste Gerät unterscheidet sich vom herkömmlichen dadurch, dass es beim Verdacht auf gefährliche Flüssigkeiten Alarm schlägt. Für die Feinanalyse der einzelnen Flaschen kommt dann ein zweites Gerät zum Einsatz. Leichtentzündliche oder explosive Flüssigkeiten wie beispielsweise Brennsprit oder Benzin werden so erkannt und aus dem Verkehr gezogen.
13 Testflughäfen
Den Test führt die Flughafen Zürich AG in Zusammenarbeit mit der Flughafenpolizei und unter Leitung des Bundesamtes für Luftfahrt (Bazl) durch. Die Federführung des Projekts liegt bei der europäischen Luftfahrtbehörde, involviert sind neben Zürich zwölf weitere europäische Flughäfen.
Viele Passagiere am Flughafen Zürich dürften von diesem Testlauf nichts mitbekommen. Die Geräte sind nur jeweils an vier Tagen pro Woche und während vier bis fünf Stunden im Einsatz. Die Flughafenpolizei erhofft sich davon vor allem Erkenntnisse zum Passagierfluss und zum zusätzlichen Aufwand, den die neuartigen Kontrollen mit sich bringen.
«Ob es durch die Tests zu Verzögerungen in der Sicherheitskontrolle kommt, können wir noch nicht abschätzen», sagt Fritz Marti, Chef der Kontrollabteilung bei der Zürcher Kantonspolizei. Genau solche Erkenntnisse erhoffe man sich vom Testlauf.
Für die Passagiere ändert sich (noch) nichts
Weitergeleitet werden die Erfahrungen anschliessend an die zuständige EU-Behörde. Dort wird später über allfällige Änderungen der bisherigen Sicherheitsbestimmungen entschieden.
In näherer Zukunft wird sich für die Passagiere am Flughafen Zürich also kaum etwas ändern. Laut Stefan Conrad, Chief Operation Officer der Flughafen Zürich AG, ist das langfristige Ziel allerdings, die strengen Vorschriften für Flüssigkeiten wieder lockern zu können. Diese sind in Kraft, seit im August 2006 ein Terroranschlag auf einen Transatlantik-Flug vereitelt werden konnte. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.01.2012, 16:34 Uhr
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27 Kommentare
es ging auch gar nie um die sicherheit---statt eine pet rivella für 1.55 selbst mitnehmen, nach der kontrolle für 5.00 kaufen---nur mit solchen preisen kann der kiosk/café dort einigermassen überleben um die sicher günstigen mietpreise zu bezahlen---flughäfen sind einkaufszentren und geldmaschinen Antworten
Es wurde nie ein Attentat mit irgendeiner Flüssigkeit getätigt.
Die Möglichkeiten, dass man kleine ungefâhrliche Ware zusammenmischen könnte um eine gefährliche Substanz zu erhalten ist sehr weit hergeholt.
Also warum Flüssigkeiten verbieten ?
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