El Greco wird zum Kornhaus Lang
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 27.03.2012 34 Kommentare
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Draussen sitzen, die Sonne geniessen und einen Kaffee trinken – mit den steigenden Temperaturen ist das nun endlich wieder möglich. Doch gerade jetzt, wo die Hochsaison der Boulevardcafés gestartet ist, bleibt das beliebteste von ihnen geschlossen: das ehemalige El Greco im Kreis 5.
In den Räumlichkeiten am Limmatplatz wird noch immer mit Hochdruck gebaut, gesägt und gehämmert. «Wir fragen uns schon alle, wie lange das noch dauern wird. Uns fehlt unser Stammcafé», klagt ein Anwohner. Misstrauisch ist er auch, weil der Raum, in dem das Restaurant früher untergebracht war, plötzlich unterteilt wird. «Ich befürchte, dass alles kleiner wird. Offenbar soll noch ein Optiker dort einziehen.» Tatsächlich prangt ein gleichnamiger Schriftzug im Innern des Lokals, der diesen Verdacht nahelegt.
Boulevardcafé rückt näher an das Migros-Gebäude
Doch die Sorgen des Anwohners sind unbegründet. «Wir sind die ‹Optiker›», deckt Jonas Herde die Tarnung gegenüber Tagesanzeiger.ch auf. Hinter den Plakaten und Affichen, die die Fenster verdecken, wird also wacker am Traditionshaus gebaut, das Herde gemeinsam mit Emil Looser, Daniel Ferrari und Livio Notaro weiterführen wird. Im Mai 2011 haben die vier Zürcher Gastronomen von der Liegenschaftsbesitzerin Migros den Zuschlag erhalten.
Laut Herde werde auch der Aussenbereich und die Fläche im Innern des neuen Cafés jener des früheren El Greco entsprechen. «Es liegt nun einfach alles ein wenig näher beim Migros-Gebäude, weil dort die frühere Durchfahrt zum Innenhof geschlossen wurde.» Auf der Gewerbefläche, die an das Kaffeehaus anschliesse, werde ein Laden eingerichtet.
Wiedereröffnung Ende Mai
Auf die Wiedereröffnung müssen die Gäste allerdings noch etwas warten. «Geplant ist, dass wir das neue Café Ende Mai eröffnen», so Herde. Die Inneneinrichtung werde sich an den Stil der Wiener Kaffeehäuser anlehnen. «Wir wollen ein Lokal fürs ganze Quartier sein – für Jung und Alt.» Angeboten werden neben diversen Kaffees auch Spezialitäten wie weisse Pfirsiche oder getrocknete Steinpilze. «Neu haben wir auch am Abend offen. Ein Fumoir gibt es allerdings nicht», hält der neue Betreiber fest. Abends wird aus dem Café eine klassische Bar mit Drink- und Cocktailangebot.
Neu wird auch der Name des Lokals sein. Das ehemalige El Greco soll als Kornhaus Lang wieder eröffnet werden. Wie es zu dem neuen Namen kam und ob er eine Abkürzung für die angrenzende Kornhausbrücke und die Langstrasse ist, wollte Herde nicht kommentieren. Diese Interpretation will man den Gästen selbst überlassen. Vom angekündigten Namen Browns sei man jedenfalls wieder abgekommen. «Es war schon immer nur ein interner Projektname», erklärt Herde.
«El Greco stand als Name nicht zur Diskussion»
Dass der frühere Name übernommen wird, war allerdings von Anfang an ausgeschlossen. «Der ehemalige Betreiber des El Greco wollte das nicht. Es stand für uns allerdings auch nicht zur Diskussion, dass wir das tun würden.»
Es werde sicher noch eine Zeit lang dauern, bis sich alle an den neuen Namen gewöhnt haben. «Sogar wir haben noch lange vom El Greco gesprochen», meint Herde. Das neue Team werde versuchen, dem legendären El Greco gerecht zu werden. «Uns ist wichtig, dass wir den ehemaligen Gästen wieder einen Platz bieten können, wo sie gerne hingehen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass uns das gelingt.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.03.2012, 12:55 Uhr
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34 Kommentare
Hoffe einfach, dass die am SO offen haben. In der Innenstadt gibt es ja fast keine normalen Beizen mehr, in denen man gemütlich einen Kaffee trinken und die Zeitung lesen kann. Muss vom Limmatplatz immer nach Oelikon oder andere Randquartiere ausweichen. Antworten

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