Auf den Hund gekommen

Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 23.11.2009

Carl Hirschmann ist nicht ganz so herzlich wie sein neuer Hund. Tausendsassa Elmar Ledergerber sprüht hingegen nur so vor Energie und Aufmerksamkeit.

Carl Hirschmann.

Carl Hirschmann.

Tina Turner.

Tina Turner.

Vesselina Kasarova.

Vesselina Kasarova.

Roger Schawinski.

Roger Schawinski.

Links

Notizen zu Namen




Notizen zu Namen. Die wöchentliche Gesellschaftskolumne der Jahrespublikation «WW Who is Who in Zürich» entsteht in einer Medienpartnerschaft mit dem TA. Herausgeber ist Eugen Baumgartner.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Carli Hirschmann hat jetzt einen Hund. Sieht aus wie ein Mastino Napoletano, aber da ich nicht Hundeexpertin bin, nicht sicher, welche Rasse. Ein süsser Hund jedenfalls, jung und caramelbraun. Man wird stutzig: Kann ein Mensch, der einen solchen Hund hat, böse sein? Sein Hund und mein Hund hatten eine herzliche Begegnung (Schwanzwedeln beiderseits) vor dem Park Hyatt Hotel. Die menschliche Begegnung war weniger herzlich, denn Carl Hirschmann, der die Publizität bis vor kurzem liebte, macht seit seiner Verhaftung einen Bogen um Journalisten wie die Vegetarier um die Schweinshaxe. Ausser dem Hund hatte Hirschmann einen Bodyguard bei sich. Sollte er im Park Hyatt wohnen, so sitzt er mitten im Paradies. Dort verkehren die schönen Russinnen. Im Dolder Grand wohnt Hirschmann nicht mehr. Doch manchmal sieht man ihn dort oben mit dem Hund durch den Wald geistern.

Apropos Dolder Grand: Tina Turner feiert demnächst hier ihren 70. Geburtstag. Florist Thomas Sauer (allein seine Blumendekorationen sind den Besuch in der Luxusherberge wert) hat für das Fest ein Orchideengesteck kreiert, für das die Blumen 2600 Franken kosten.

Elmar lässt kochen

Auch wenn er nicht mehr Stadtpräsident ist, Elmar Ledergerber ist und bleibt ein Alphatier. Als er letzten Sonntag in der «Blauen Ente» kochte, behielt er in allen Disziplinen das Zepter in der Hand. Erst begrüsste er, in weisser Kochjacke, jeden Gast, dann mischte er sich beim Aperitif unter die illustre Gästeschar, dann stand er, assistiert von der Blaue Ente-Brigade, in die Küche.

Höchstpersönlich hobelte er die Trüffeln auf den Risotto und servierte die Bratkartoffeln, und zwischendurch las er noch Gedichte vor. Nur geschrieben hat er sie nicht selbst, das tat der Schriftsteller Jürg Schubiger, Ledergerber aktualisierte sie mit einem Bezug zum Menü (Hauptgang: rosa gebratenes Lamm-Entrecôte mit Dörrbohnen). Nach getaner Arbeit setzte er sich mit Zigarre und Grappa zu den Gästen. Ledergerber, wie er leibt und lebt! Es geht ihm gut, er hat jetzt einen Hund (wurde ihm vom Stadtrat zum Abschied geschenkt), er ist viel beschäftigt, und Marie-Claire Meienberg war auch da.

Fritz Wehrli, Besitzer der Mühle Tiefenbrunnen, war Gastgeber. Seine Frau Brigit Wehrli-Schindler hat als Direktorin für Stadtentwicklung lange mit Ledergerber gearbeitet. Unter den Gästen: Kunstsammler und Unternehmer Thomas Bechtler. Manager Eberhard von Koerber, der mit dem Club of Rome in Winterthur eine Heimstatt gefunden hat und auch Nachlass-Verwalter von Dirigent Herbert von Karajan ist, war mit Ehefrau Charlotte von Koerber da. Sie ist Präsidentin der Kunsthalle und eine Enkelin von Konrad Adenauer.

Benefiz im Burghölzli

Wie schafft es Ruedi Mangisch, dass an seinem Benefiz-Anlass der Weltstar Vesselina Kasarova singt? Ganz einfach: Sie war mal seine Nachbarin. Zudem ist sie grundsätzlich hilfsbereit. Hilfe bekam er von vielen, die bereit waren, den Sonntagnachmittag im Burghölzli zu verbringen und ein Round-Table-Gespräch über die gefährliche Seuche Depression anzuhören. Mangisch organisierte die Veranstaltung für die Stiftung Selina, die er nach dem Tod seiner Tochter gründete. Roger Schawinski buchte einen Tisch für 18 Personen, Gastronom Fredy Müller einen Tisch für 12. Peter Rothenbühler, als Moderator vorgesehen, musste absagen: Komplikationen bei seinem Sohn Pierangelo nach der Schweinegrippe-Impfung.

Abgesagt haben die Politiker. (Angst vor dem Burghölzli?) Ständerat Felix Gutzwiller weilt in New York bei der Uno-Gesundheitskonferenz, Pascale Bruderer, Präsidentin von Pro Mente Sana, musste sich vorbereiten auf ihren ersten Tag als Nationalratspräsidentin, und Nationalrätin Jacqueline Fehr aus Winterthur bleibt am Sonntag prinzipiell zuhause bei der Familie. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.11.2009, 13:38 Uhr