Sneijder ist der Spanierschreck
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 09.07.2010
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Holland ist am Sonntag im WM-Final gegen Spaniens Kurzpasskünstler für die grosse Mehrheit der Experten klarer Aussenseiter. Wesley Sneijder dürfte das nicht beeindrucken. Als der 26-Jährige am 20. April mit Inter zum Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Barça antrat, war die Rollenverteilung aus seiner Sicht nämlich nicht anders. Und nach der Partie war das «tapfere Sneijderlein» der gefeierte Held.
Der 1,70 Meter kleine Regisseur, der 2009 bei Real Madrid auf dem Abstellgleis gelandet war, erzielte beim 3:1-Heimsieg des späteren Titelträgers den Treffer zum 1:1 und bereitete das Abstauber-Tor zum Endstand mit einem gefährlichen Kopfball vor. Spaniens WM-Held Carles Puyol und dessen Nationalmannschaftskollege Gerard Piqué sahen gegen den wirbligen Niederländer ganz schlecht aus und nahmen als Andenken je eine gelbe Karte aus Mailand mit nach Hause.
«Die Deutschen hatten Angst»
Diese Erinnerung macht auch den anderen Holländern Mut. «Wir fürchten die Spanier nicht», sagt Dirk Kuyt vom FC Liverpool. «Die Deutschen hatten Angst und haben deshalb nicht angegriffen. Wir aber werden uns nicht verstecken, und dann wird man die Schwächen der Spanier erkennen.»
Holland hat die letzten 14 Partien allesamt gewonnen, die Ungeschlagenheit der Elftal dauert schon 25 Spiele. «Bei dieser WM muss es klappen mit dem Titel», bekräftigt Sneijder seine Ambitionen. «Ich bin in der Form meines Lebens.» Die Statistik belegt dies: Von seinen 325 Pässen fanden in Südafrika 230 oder 71 Prozent den Weg zum Mitspieler, dazu gelangen ihm fünf Tore. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.07.2010, 15:24 Uhr




