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Maradona versetzt die Präsidentin

Aktualisiert am 09.07.2010

Argentiniens Staatspräsidentin wollte Diego Maradona für seine Leistungen an der WM ehren. Doch der lehnte beschämt ab.

Ungewohnt demütig: Diego Maradona.

Ungewohnt demütig: Diego Maradona.
Bild: Keystone

Seit dem 0:4-Debakel im Viertelfinal gegen Deutschland ist Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona in eine regelrechte Depression gefallen. Er ist untröstlich und lehnte nun sogar die Einladung von Staatschefin Cristina Kirchner ab. Er und die Mannschaft seien es nicht wert, im Palast empfangen zu werden, liess der Weltmeister von 1990 ausrichten.

«Wir bekennen auch in schlechten Zeiten Farbe, nicht nur in guten», erklärte Kirchner gegenüber den Medien. Die Spieler hätten einen Empfang sehr wohl verdient: «Lang lebe Argentinien!» Sie habe Maradona direkt nach dem Spiel aufs Handy angerufen: «Er konnte aber nicht sprechen, weil er weinte.»

Kirchner schloss sich mit viel Pathos jenen an, die nach wie vor hoffen, dass Maradona seine Arbeit atrotz dem beispiellosen Absturz gegen die Deutschen fortführen wird. «Meinen Support hat er. Niemand hat uns auf dem Rasen mehr gegeben als Diego Armando Maradona», so die Politikerin. (ak/Si)

Erstellt: 08.07.2010, 18:45 Uhr

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