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Der längste Tunnel der Schweiz feiert Geburtstag

Vor dreissig Jahren wurde der Gotthard-Strassentunnel eröffnet. Der wichtigste Alpenübergang der Schweiz ist seither nicht mehr wegzudenken, auch wenn Staus den Verkehrsfluss oft behindern.

1/12 Der Baubeginn: Bergleute fangen im Mai 1970 mit den Arbeiten am Gotthard-Strassentunnel an.
Bild: Keystone

   

Feierlich eröffnete Bundesrat Hans Hürlimann den damals längsten Strassentunnel der Welt. Zehn Jahre lange bohrten sich über 700 Bauarbeiter durch das Gotthardmassiv zwischen Göschenen im Kanton Uri und Airolo im Kanton Tessin. Für den Autoverkehr bedeutete der 17 Kilometer lange Tunnel eine wintersichere Verbindung durch den Gotthard.

Mit der neu gebauten Röhre wurde das Herzstück der Autobahnstrecke A2 zwischen Basel und Chiasso fertiggestellt. Um zwei Stunden verkürzte sich die Fahrzeit gegenüber der traditionellen Passstrasse. Schon dazumal wurden die budgetierten Baukosten von 380 Millionen Franken weit überschritten. 686 Millionen Franken kostete schliesslich das Jahrhundertprojekt. Die Teuerung und geologisch bedingten Mehraufwendungen frassen einen Grossteil der Zusatzkosten weg.

Drittlängster Strassentunnel

Trotz modernster Technologie und höchsten Sicherheitsvorkehrungen verloren 19 Arbeiter beim Tunnelbau durch Unglücksfälle ihr Leben. Der Bahn des Gotthard-Eisenbahntunnels im 19. Jahrhunderte forderte noch 177 Opfer. Heute ist die Gotthardröhre der drittlängste Strassentunnel der Welt. Nur der norwegische Laerdaltunnel mit 24 Kilometer und der chinesische Zhongnanshan-Tunnel mit 18 Kilometer haben noch grössere Ausmasse.

Erstellt: 05.09.2010, 17:18 Uhr

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