Wo die nächsten Katastrophen drohen
Explosionssymbol: Die fünf stärksten Beben seit 1900
Schwarze Fahne: Die fünf folgenschwersten Beben seit 1900
Rote Pfeile: Besonders gefährdete Orte
Quelle: «Süddeutsche Zeitung»
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Trotz modernster Technik können Wissenschaftler Erdbeben bis heute nicht vorhersagen: In gefährdeten Gebieten haben sie den Grundwasserspiegel, die elektrische Spannung und mechanische Dehnung des Untergrunds sowie das Verhalten von Tieren untersucht – ohne Erfolg. Die Erde bebt unangekündigt. Den Forschern bleibt also nur, allgemein vor der Erdbebengefahr zu warnen. «Es gibt grosse Erdbebengürtel auf der Welt», sagt Jochen Zschau vom Geoforschungszentrum gegenüber der «Süddeutschen Zeitung». «Einer spannt sich rings um den Pazifik, der zweite geht durch das Mittelmeer bis zum Himalaya.»
Seismologen sind sich aber bewusst, dass die Menschen in armen Ländern andere Sorgen hätten, als ihre Häuser auf ein mögliches Erdbeben vorzubereiten. Gerade in diesen Ländern mit ihren wuchernden Städten wird aus der Erdbebengefahr ein Erdbebenrisiko. In einer Studie aus dem Jahr 2001 hat die Organisation Geohazards International mehrere Städte auf dieses Risiko hin untersucht. Für Kathmandu beispielsweise erwarten die Experten bei einem starken Erdbeben 70'000 Tote, in Istanbul könnten 55'000 Personen sterben. (cha)
Erstellt: 19.01.2010, 17:49 Uhr
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