Drei neue Wölfe jagen in der Schweiz

Aktualisiert am 11.08.2009 25 Kommentare

In den vergangenen zwei Jahren sind mindestens zwölf Wölfe in der Schweiz genetisch nachgewiesen worden, darunter drei neue Einwanderer – und mindestens ein Pärchen.

Bald auch in der Schweizer Wildbahn? Wolfsjunge im Jura-Park von Mont-d'Orzieres nahe Vallorbe.

Bald auch in der Schweizer Wildbahn? Wolfsjunge im Jura-Park von Mont-d'Orzieres nahe Vallorbe.
Bild: Keystone

Die jüngsten genetischen Analysen von Kot- und Speichelproben bei Schafsrissen belegten den Aufenthalt von drei neuen Wölfen in der Schweiz, teilte das Bundesamt für Umwelt am Dienstag mit. Es handle sich dabei um je ein Männchen im Walliser Val d'Illiez und im Bündnerland sowie um ein bislang unbekanntes Weibchen in der Grenzregion der Kantone Bern und Freiburg.

Erste Hinweise auf die Bildung von Rudeln

In der Region Waadt-Freiburg-Bern hielten sich zurzeit ein Männchen und ein Weibchen auf, so das Bafu weiter. Aktuell nicht bestätigt sei das im Herbst 2007 im Val d'Illiez festgestellte Weibchen. Es sei aber wahrscheinlich, dass die Wölfin noch im Chablais herumstreife, denn die Walliser hätten Hinweise auf die Präsenz von mehreren Tieren. Für Nachwuchs gebe es aber nach wie vor keine gesicherten Belege. Der neue Nachweis im Bündnerland dürfte laut dem Bundesamt von einem wandernden Wolf stammen. Es könnte sich um das Tier handeln, dass im Frühjahr im Kanton Schwyz geortet wurde.

Im Goms im Oberwallis, im Tessiner Bleniotal und bei Bosco Gurin gab es zudem Risse, die auf weitere Wölfe hindeuten. «Damit kann der Wolfsbestand in der Schweiz auf zwölf in den letzten zwei Jahren genetisch nachgewiesene und vermutlich fünf bis sechs weitere Wölfe beziffert werden», halten die Bafu-Experten fest. Es sei anzunehmen, dass aktuell mindestens ein Paar darunter sei, was auf eine allmähliche Rudelbildung in der Schweiz hindeute.

Freude bei Artenschützern – nicht bei Schäfern

Die Ausbreitung des Wolfes in der Schweiz sei aus Sicht des Artenschutzes erfreulich, schreibt das Bafu. Die Ausbreitung der international streng geschützten Tierart, die in der Schweiz fast ein Jahrhundert ausgerottet gewesen sei, führe aber auch zu Konflikten mit der Schafhaltung.

Opfer dieses Zielkonfliktes sind zurzeit drei Tiere, die vergangene Woche im Rahmen der Bundesregelung zum Abschuss freigegeben wurden. Es handelt sich um einen Wolf im luzernischen Entlebuch, der in einem bestimmten Gebiet mindestens 30 Schafe gerissen hat. Dazu kommen je ein Wolf im Val d'Illiez und im Val des Dix im Wallis, nachdem es zu mindestens 55 Schafrissen gekommen war. (raa/ap)

Erstellt: 11.08.2009, 16:33 Uhr

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25 Kommentare

Hansrudolf Weiss

11.08.2009, 17:13 Uhr
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In die Landwirtschaft wird viel, zu viel Geld gepumpt. Aus deren Portokasse könnte mann sicher noch die Schafhalter für den Riss bezahlen. Aber eben .... Antworten


Majo Naef

11.08.2009, 16:25 Uhr
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Dachte immer - Tiere töten nur so viel wie sie auch fressen! Antworten



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