Berner Biologen züchten robusteres Getreide für Äthiopien
Im Gewächshaus in Bern untersucht Zerihun Tadele eine neue Tef-Linie. (Bild: zvg)
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Tef wächst sowohl auf trockenen als auch nassen Böden und ist gegen diverse Schädlinge und Krankheiten resistent, wie die Universität Bern am Mittwoch mitteilte. Die Samen sind nahrhaft und glutenfrei. Während die Zwerghirse in anderen Ländern in Vergessenheit geraten ist, bleibt sie in Äthiopien das meist angebaute Getreide.
Allerdings ist der Ernteertrag der Zwerghirse gering: Im Durchschnitt liegt er weit unter dem anderer Getreidesorten wie Weizen oder Reis. Das Hauptproblem ist der lange und schwache Stängel der Pflanze, der bei Wind und Regen leicht umknickt.
Das wollen Forscher um Zerihun Tadele vom Institut für Pflanzenwissenschaften der Uni Bern ändern. Sie züchten mit modernsten molekulargenetischen Methoden widerstandsfähige, kleinwüchsige Tef-Linien. Die kürzeren Stängel sollen die Pflanzen vor dem Umkippen bewahren.
Einige Tef-Linien seien nun nach Äthiopien geschickt worden, heisst es in der Mitteilung. In Feldversuchen gelte es nun herauszufinden, ob sich die neuen Linien auch unter natürlichen Bedingungen wie gewünscht entwickeln. Dabei arbeiten die Forscher mit äthiopischen Bauern zusammen, um deren Akzeptanz für die neuen Sorten zu gewinnen. (tan/sda)
Erstellt: 13.04.2011, 11:21 Uhr
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