Tamiflu ohne Wirkung: Kanadier leidet an mutiertem Schweinegrippe-Virus
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Dem 60-Jährigen aus der Provinz Quebec wurde das Mittel präventiv verabreicht, nachdem bei seinem Sohn eine Infektion mit dem H1N1-Virus diagnostiziert worden war. Er erkrankte dennoch, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.
Gesundheitsexperten zufolge kann eine prophylaktische Behandlung den Erreger resistent gegen Tamiflu machen. Seit Beginn der jüngsten Schweinegrippewelle im April handelt es sich um den weltweit vierten Fall einer solchen Resistenz.
Man gehe jedoch davon aus, dass dieses mutierte Virus nicht weiterverbreitet worden sei, betonte die Sprecherin der kanadischen Gesundheitsbehörde, Jirina Vlk.
291 Erkrankte in der Schweiz
Die Zahl der laborbestätigten Schweinegrippe-Fälle in der Schweiz ist auf 291 gestiegen. Gemäss dem Situationsbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Mittwoch sind damit seit dem gestrigen Dienstag 19 neue Fälle hinzugekommen. Insgesamt haben sich bisher 50 Erkrankte in der Schweiz angesteckt.
In der Schweiz werden nicht mehr alle Fälle einzeln abgeklärt; der Fokus richtet sich mit der am 9. Juli vom BAG lancierten Strategie auf Risikogruppen. (oku/ap)
Erstellt: 22.07.2009, 17:43 Uhr
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