Wissen
Rauchverbot senkt Herzinfarkte um 20 Prozent
Artikel zum Thema
- Das nationale Rauchverbot kommt am 1. Mai
- Wirte lancieren Initiative gegen Rauchverbot
- Genfer Wirte streiken wegen Rauchverbot
- Der Gambler will auch rauchen
- Wieso Rauchen verboten wird
- Rauchen verboten – auch im Verein
- Bussen verteilen leicht gemacht
- Die Zigarettenreklame aus glücklicheren Rauchertagen
Stichworte
Seit der Einführung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden ist die Zahl der Herzinfarkte in Graubünden um gut einen Fünftel zurückgegangen. Gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Bündner Kantonsspitals war diese Abnahme in erster Linie durch eine Verminderung der Infarkte bei Nichtrauchern bedingt.
Seit dem 1. März 2008 darf im Kanton Graubünden in öffentlichen Gebäuden nicht mehr geraucht werden. Ein Team am Kantonsspital Graubünden unter der Leitung des Kardiologen Piero Bonetti hat nun untersucht, wie sich dieses Verbot auf die Häufigkeit von Herzinfarkten im Kanton ausgewirkt hat. In den zwei Jahren vor der Einführung des Rauchverbots traten im Kanton 229 respektive 242 Herzinfarkte auf. Im ersten Jahr nach Einführung des Rauchverbots sank die Zahl der Herzinfarkte auf 183, was im Vergleich zu den zwei Vorjahren einer Abnahme von 22 Prozent entspricht. Diese Abnahme ist laut Bonetti in erster Linie durch eine Verminderung der Herzinfarkte bei Nichtrauchern bedingt gewesen.
Weniger Infarkte bei Feriengästen
Am ausgeprägtesten war die Abnahme der Herzinfarkthäufigkeit bei Personen, bei denen bereits zuvor eine koronare Herzkrankheit bekannt war. Von diesen erlitten nur noch halb so viele einen Herzinfarkt wie vor dem Rauchverbot. Insgesamt ging die Zahl der Infarkte nicht nur bei den im Kanton wohnhaften Menschen um einen Viertel zurück, sondern auch bei den Feriengästen um 21 Prozent. Die Zahl der Herzinfarkte bei Männern verringerte sich um 24 Prozent, jene bei Frauen um 17 Prozent. Nach wie vor erlitten Männer aber deutlich häufiger einen Infarkt als Frauen.
Dass die Einführung eines Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden mit einer Verminderung des Herzinfarktrisikos einhergeht, wurde bereits in Untersuchungen in verschiedenen Ländern gezeigt. Erstmals konnte jetzt auch in der Schweiz ein signifikanter Rückgang nach der Einführung eines Rauchverbots dokumentiert werden. (vin/ddp/)
Erstellt: 07.01.2010, 20:11 Uhr
Umfrage
Sind Sie ein Musical-Fan?
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.



