Rauchen ist nicht für alle gleich schädlich
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Die Anfälligkeit für das Laster Rauchen und das damit verbundene Krebsrisiko lässt sich laut wissenschaftlichen Studien von kleinen Genveränderungen ablesen. Menschen mit bestimmten Mutationen vor allem auf den Chromosomen 8 und 19 verfallen dem Tabak-Konsum demnach stärker als andere.
Die Betroffenen rauchten täglich im Schnitt nicht nur mehr Zigaretten als Vergleichspersonen, sondern hätten auch ein um zehn Prozent erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Das heisst es in drei am Sonntag vom Fachmagazin «Nature Genetics» veröffentlichten Studien. Insgesamt wurde für die Untersuchung das Genom von 140'000 Rauchern und Nichtrauchern untersucht.
Rauchen sei für alle Menschen schlecht, für einige aber noch schlechter, sagte Kari Stefansson, Geschäftsführer der privaten isländischen Firma deCODE, die eine der drei Studien leitete. «Die Entdeckungen verbessern unsere Möglichkeit, gefährdete Menschen zu erkennen und ihnen überzeugende Argumente zu liefern, mit dem Rauchen aufzuhören», sagte er.
Der feine Unterschied
Frühere Studien haben bereits ergeben, dass eine Genmutation auf dem Chromosom 11 den Träger mit grösserer Wahrscheinlichkeit zum Raucher werden lässt. Auf Chromosom 9 wiederum liegt ein Schlüssel dafür versteckt, dass einige Raucher ihr Laster leichter wieder aufgeben können als andere.
Das Lungenkrebsrisiko liegt demnach unter anderem auf Chromosom 15. Die Forscher suchen allerdings immer noch nach dem genauen Zusammenhang zwischen den verschiedenen und häufig verbreiteten Mutationen und dem Krebsrisiko.
(jak/sda)
Erstellt: 25.04.2010, 20:10 Uhr
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