Mit der Drohne im Herzen der Schweizer Alpen

Ein Schweizer Start-up schickte eine Drohne in eine Gletscherspalte. Ziel waren nicht nur spektakuläre Bilder – die Drohne soll Menschen retten.

Spektakuläre Aufnahmen aus den Alpen: Die Super-Drohne Gimball im Einsatz. (Video: Youtube/Flyability)

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Scharfe Kanten, spitze Eiszapfen und dunkle Abgründe. Bilder, wie aus einer anderen Welt, liefert Gimball aus den Gletscherspalten in 3500 Meter Höhe über Zermatt. Gimball, so heisst die Super-Drohne des Schweizer Start-ups Flyability. Die Drohne ist von einem kugelförmigen Käfig umgeben, der Kollisionen verhindert, und damit fast unzerstörbar.

Gemeinsam mit dem Bergrettungsteam Zermatt haben die Erfinder nun den perfekten Einsatzort für die Drohne gefunden. Denn der Flug in die Gletscherspalte hatte nicht nur spektakuläre Aufnahmen zum Ziel (siehe Video oben). Der Testflug brachte vor allem die Gewissheit, dass man mit der Drohne die Bergrettung revolutionieren kann.

Rettungen unter Lebensgefahr

Weil die Gletscherspalten über Zermatt für jegliche Roboter unzugänglich sind, müssen die Rettungsteams oft unter Lebensgefahr nach verschollenen Personen suchen. Mit der Super-Drohne können abgestürzte Menschen nun gefahrenlos gefunden und Rettungseinsätze umfassend geplant werden.

Die Drohnen brachten den Erfindern übrigens nicht nur spektakuläre Bilder aus der Gletscherspalte ein. Beim Drones for Good Award, der von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert wird, gewann Gimball den Hauptpreis im Wert von einer Million Dollar.

Erstellt: 22.01.2016, 10:31 Uhr

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