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Die Syphilis ist auf dem Vormarsch

Immer mehr Menschen in der Schweiz erkranken an der gefährlichen Geschlechtskrankheit, darunter viele Frauen. Fachleute raten zu Vorbeugung durch Kondome und konsequente Hygiene.

Ohne Penicillin eine gefährliche Tortur: Darstellung der Syphilis-Behandlung im Mittelalter.

Ohne Penicillin eine gefährliche Tortur: Darstellung der Syphilis-Behandlung im Mittelalter.

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Seit Anfang Jahr wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» bereits 432 Fälle von Syphilis gemeldet. 2007 waren es 586 Erkrankte gewesen – allerdings im gesamten Jahr. Allein in den vergangenen drei Monaten wurden rund 200 Fälle registriert, mehr als drei Mal so viel als im Vorjahr.

Stephan Lautenschlager, Chefarzt am Dermatologischen Ambulatorium des Zürcher Stadtspitals Triemli, erklärt die Entwicklung damit, dass «Kondome nicht mehr konsequent benutzt werden.» Hinzu kommt: Jeglicher Oralsex kann die Krankheit übertragen.

«Die Safer Sex-Regeln reichen bei Syphilis nicht aus», sagt Lautenschlager. Grassierte die «Franzosenkrankheit» vor ein paar Jahren früher vor allem bei Schwulen, sind nun immer mehr Heterosexuelle und zunehmend Frauen betroffen. 2007 betrug ihr Anteil ein Viertel, im laufenden Jahr ein Drittel. (raa)

Erstellt: 12.07.2009, 13:28 Uhr

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