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Die Grippewelle rollt an

Aktualisiert am 16.01.2012 12 Kommentare

Anders als in den letzten Jahren wurde zwar der Epidemie-Schwellenwert von 67 Verdachtsfällen auf 100'000 Einwohner in der ersten Januarhälfte noch nicht überschritten. Aber die Rate in der Schweiz steigt an.

Schutz vor Viren: Eine Frau lässt sich gegen Grippe impfen, Universitätsspital Lausanne, 2009.

Schutz vor Viren: Eine Frau lässt sich gegen Grippe impfen, Universitätsspital Lausanne, 2009.
Bild: Keystone

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In der zweiten Woche des Jahres gab es 40 Grippe-Verdachtsfälle auf 100'000 Einwohner, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt. Das ist eine Zunahme von gut einem Drittel gegenüber der Vorwoche.

Auch in anderen europäischen Ländern werden immer mehr Patientinnen und Patienten positiv auf Influenza getestet. In Spanien sei der Epidemie-Schwellenwert inzwischen überschritten, sagte Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im BAG, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Kaum Schweinegrippe-Viren

Wie stark die Grippeepidemie dieses Jahr ausfällt, lässt sich nach seinen Angaben noch nicht sagen. Dies lasse sich erst abschätzen, wenn der Epidemie-Schwellenwert überschritten sei. Daran, dass es auch dieses Jahr wieder eine Epidemie gibt, zweifelt Koch aber nicht. «Das war immer so, seit wir die Grippe mit dem Sentinella-Meldesystem überwachen», sagte er.

Daran ändert auch die Grippeimpfung nichts. Bei einer Durchimpfungsrate von 17 bis 18 Prozent werde die Epidemie nicht spürbar gedämpft, sagte Koch. Wer sich impfen liess, hat aber gute Chancen, dieses Jahr von der Grippe verschont zu bleiben. Laut BAG deckt der Impfstoff die bisher nachgewiesenen Erreger gut ab.

Es handelt sich vorwiegend um den Subtyp A(H3N2). Schweinegrippe-Viren, die der Schweiz letztes Jahr zu schaffen gemacht haben, wurden in Europa bisher kaum festgestellt. 2011 hatte die Grippeepidemie rund 13 Wochen gedauert und war erst im März abgeklungen. Auf dem Höhepunkt stieg die Zahl der grippebedingten Arztbesuche auf über 300 pro 100'000 Einwohner. (bru/sda)

Erstellt: 16.01.2012, 15:28 Uhr

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12 Kommentare

urs bilger

16.01.2012, 16:03 Uhr
Melden 25 Empfehlung

War ja zu erwarten, dass die Pharmaindustrie in Zusammenarbeit (oder besser formuliert: beratender und uneigennütziger Funktion) mit dem BAG die Umsätze ankurbeln will...jedes Jahr das gleiche Spiel. Antworten


Erna Mayer

16.01.2012, 18:21 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Ich glaube das wäre für die Pharmaindustrie eine Riesenkatastrophe wenn dieses Jahr die Grippe eine Pause machen würde. ;-) Antworten



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