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Aarauer Stadtrat und mehr als 40 Personen unter Quarantäne
Aktualisiert am 02.05.2009 7 Kommentare
Dossier
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Schweinegrippe
Schweiz: 23 Verdachtsfälle
In der Schweiz gibt es derzeit noch 23 Verdachtsfälle von Schweinegrippe. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag bekannt gab, gingen bislang 44 Meldungen über Verdachtsfälle ein. Betroffen waren die Kantone Aargau, Bern, Basel-Land, Basel-Stadt, Genf, Jura, Luzern, St. Gallen, Waadt, Wallis und Zürich. In 20 der 44 Fälle wurde Schweinegrippe ausgeschlossen. Bisher gibt es nach wie vor erst einen bestätigten Laborbefund der Schweinegrippe, nämlich jenen aus dem Kanton Aargau. In der Risikoabschätzung für die Schweiz schreibt das BAG, dass sich mit der weltweit steigenden Zahl von Patienten und betroffenen Regionen das Risiko erhöht, weitere Erkrankungsfälle in die Schweiz einzuschleppen. Als Folge davon könnte auch die Zahl der Menschen zunehmen, die mit dem Grippevirus A (H1N1), also dem Schweinegrippevirus, in Kontakt kommen könnten. In der derzeitigen Situation werde für die Schweizer Bevölkerung jedoch nach wie vor noch keine allgemeine Gefährdung durch die Grippe gesehen, heisst es weiter.
Beim Verdachtsfall der Stadtregierung von Aarau handelt es sich um den Vorsteher des Ressorts Soziales, Gesundheit und Alter, Michael Ganz, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales am Samstag mitteilte. Ganz war am vergangenen Wochenende von Philadelphia nach Zürich geflogen.
Vorübergehende Grippesymptome
Nach der Heimkehr stellten sich bei ihm Grippesymptome ein, die nach kurzer Zeit aber wieder abklangen, wie Departementssprecher Balz Bruder sagte. Nach einem am Freitag in den Medien publizierten Aufruf habe Ganz realisiert, dass er im gleichen Flugzeug sass wie jener junge Mann, bei dem sich die Schweinegrippe-Erkrankung bestätigte.
Ganz habe sich am Freitag sofort an seinen Hausarzt gewandt, welcher eine Überweisung ins Kantonsspital Aarau veranlasste. Dort sei ein Abstrich vorgenommen worden. Das Untersuchungsergebnis werde für Anfang nächster Woche erwartet.
Bis Dienstagmorgen zuhause bleiben
Vorsichtshalber liess der kantonsärztliche Dienst die gesamte Stadtregierung unter Quarantäne stellen. Auch die anderen Personen, die mit Ganz Direktkontakt hatten, müssen bis Dienstagmorgen zuhause bleiben und auf Aussenkontakte verzichten. Zu diesem Kreis gehören neben der Stadtregierung auch die Mitglieder des Verwaltungsrats der Industriellen Betriebe Aarau sowie deren Partnerinnen und Partner.
Insgesamt stehen 40 bis 50 Personen unter Quarantäne, wie Kantonsarzt Martin Roth gegenüber der Tagesschau des Schweizer Fernsehens sagte. Man habe keine andere Wahl gehabt, als alle diese Personen unter Quarantäne zu stellen, sagte Roth. «Dies ist die Methode, die jetzt angemessen ist.» (vin/bru/sda/)
Erstellt: 02.05.2009, 19:55 Uhr
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7 Kommentare
In Baden wird ein Infizierter nach Hause geschickt, der schon jene Leute getroffen hat bevor er ins Spital ging. Da werden Aarauer Stadträte nachhause geschickt, die bereits eine Woche unterrichtet und jene Grossanlässe betreut haben. Ihre Kinder dürfen gemäss Verfügung weiterhin in die Schule gehen. Solche schildbürgerischen Quarantänen passen ins Bild einer sich lächerlich machenden Schweiz. Antworten
wieso so ein theater, anscheinend in der ganzen welt, wenn auf der anderen seite gesagt wird, dass die grippe gar nicht so "gefährlich" ist. die welt scheint "zuwenig" die wirklichen probleme zu sehen z. b. wie lösen wir die problematik mit der hungernden "armen" bevölkerung. hilfe zur selbsthilfe ist angefragt! diese themen sollten wir angehen und da geld investieren nicht in die schweinegrippe. Antworten
Zwischenzeitlich wurde festgestellt, dass die Schweinegrippe noch lange nicht so gefährlich ist wie es die Spanischegrippe war. Es kommt doch schlicht und einfach der Ärztegemeinschaft nach dem erneuten Kostendruck gelegen. Wenn Tamiflu so hilfreich ist, sehe ich die Massnahmen als überrissen. Antworten
Anhand der Schweinegrippe lässt sich für einmal detailliert studieren, wie explosionsartig sich diese Viren ausbreiten - Bestätigung vorbehalten. "Im selben Flugzeug" reîcht tatsächlich vielleicht schon. Es ist möglich, dass sich die Zahl der Erkrankten innert 2 Tagen vertausendfacht. Dennoch scheinen wir für einmal ja "Schwein" zu haben, dass die Tierchen nicht so schlimm beissen. Antworten





Kurt Bachmann
Eigentlich sollten wir ja alle froh sein über solche Massnahmen, sonst könnten wir uns an einem langweiligen Sonntag nicht allesamt herrlich aufregen. Die dauer empörten Schweizer und Schweizerinnen wissen ja alle besser, was wann wo und wie zu tun ist. Schande über diejenigen, die unser Expertentum nicht anerkennen. Antworten