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Wurde Eldorado endlich gefunden?

Im Amazonas Regenwald haben Forscher mit Satelliten-Technologie riesige Erdfurchen entdeckt, die auf eine bisher unbekannte, hochentwickelte Zivilisation hinweisen. Die Forscher sind begeistert.

Über 1800 Jahre alt: Erdfurchen im Amazonas deuten auf eine bisher unbekannte Hochkultur hin.

National Geographic

Die kolumbianische Legende über ein sagenhaftes Goldland namens Eldorado im Norden Südamerikas ist auf der ganzen Welt bekannt. Sie wurde über spanische Chronisten im 17. Jahrhundert verbreitet. Die Suche nach Eldorado war sogar eine der Triebfedern für die Erkundung und Eroberung Südamerikas durch die Spanier. Die Hoffnung war gross, im Regenwald neben den Inkas und Azteken noch eine andere verlorenen Zivilisation zu finden, die einen gigantischen Schatz versteckt. Ausser dem Goldfloss von Eldorado wurde allerdings nie etwas gefunden, was die Existenz der geheimen Stadt hätte belegen können und das Goldland wurde zum Mythos erklärt.

Jetzt allerdings scheinen die Mythenerzähler doch noch Recht zu bekommen: Neue Satellitenbilder zeigen im brasilianischen Amazonas in der Nähe der Grenze zu Bolivien mehr als 200 gigantische Furchen und Gräben in der Erde. Die Wissenschaftler sind sich einig: Es handelt sich dabei um die Überreste einer uralten Zivilisation.

Durch Waldrodung freigelegt

Die Kreise, Quadrate und anderen geometrischen Formen, die sich über 155 Meilen erstrecken, bilden ein Strassennetz ab, das noch lange vor Christoph Kolumbus’ erstem Besuch auf dem Kontinent entstanden ist. Einige der ältesten Überreste datieren von 200 n. Chr.

Wissenschaftler, welche die Objekte gefunden haben, vermuten unter dem Dschungelboden noch 2000 weitere Erdstrukturen. Die Furchen wurden durch Waldrodungen freigelegt und deuten auf eine «hochentwickelte, präkolumbianische Zivilisation hin, die Häuser baute», wie die Fachzeitschrift Antiquity schreibt, welche die Forschungsergebnisse veröffentlichte.

«Es gibt eine Menge zu entdecken»

Die Wissenschaftler vermuten, dass in der Siedelung einst bis zu 60'000 Personen lebten – das ist mehr als in den meisten Städten Europas im Mittelalter.

Denise Schaan, Mitautorin der Studie, zeigt sich gegenüber der Zeitschrift «National Geographic» begeistert: «Es gibt noch eine Menge zu entdecken, es hört nie auf. Jede Woche finden wir neue Anlagen.»

Viele der Erdfurchen und Steinhaufen sind symmetrisch angeordnet und gegen Norden ausgerichtet, was Theorien nährt, sie könnten eine astronomische Bedeutung haben.

Wissenschaftler waren stets der Meinung, der Dschungel sei zu unwirtlich, um mehr als kleine Nomadenstämme zu beheimaten. Nun scheint es aber so, dass die spanischen Eroberer, die einst von Städten sprachen, «die weiss leuchten», doch die Wahrheit erzählten. (bru)

Erstellt: 07.01.2010, 18:03 Uhr

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2 Kommentare

Alex Espiritu

07.01.2010, 19:26 Uhr
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Inkas und Azteken lebten nie im Regenwald! Azteken lebten in Nordamerika, waren bei Ankunft der Spanier erst seit etwa 150 Jahren ein wichtiges Volk, und lebten in einer der grössten Stadte der Welt (ca 200,000 Einwohner). Dass es im Amazonas Städte gegeben hat, ist lange erwiesen.Auch werden dort schon seit langem grosse Ziilisationen vermutet,die vor allem Lebensmittel (nicht Gold) exportierten. Antworten


Ronnie König

07.01.2010, 19:23 Uhr
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So neu ist das Ganze nun doch wieder nicht! Der halbe Urwald wuchs auf ehemaligen Gärten solcher Kulturen, die ein riesen Strassennetz und Fischweiher/Kanäle anlegte. Nur bis dato fehlt eben der Goldberg. Es gab unlängst im Science einen Bericht. Und Europa hatte auch sehr grosse Städte (Konstatinopel). Aber wir warten weiter auf Neuigkeiten. Antworten



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