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Pfadi verneint Verbindungen zu Hitler-Jugend

Robert Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung, soll eine Zusammenarbeit mit den Nazis gesucht haben. Die jüngst veröffentlichten Dokumente deuten die Pfadfinder ganz anders.

Kavallerie-Offizier und Gründer der Pfadfinderbewegung: Robert Baden-Powell.

Kavallerie-Offizier und Gründer der Pfadfinderbewegung: Robert Baden-Powell.

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Die Pfadfinderbewegung hat Berichte über angebliche Verbindungen zur Hitler-Jugend (HJ) in den dreissiger Jahren zurückgewiesen. Die Organisation sei vielmehr ein «Opfer des Nazi-Regimes» gewesen, teilte das Welt-Pfadfinderbüro in Genf am Mittwoch mit.

Die Pfadfinder reagierten damit auf zwei Tage zuvor in Grossbritannien veröffentlichte Dokumente, wonach sich der Gründer der Bewegung, der Brite Robert Baden-Powell, 1937 mit führenden Nazis getroffen haben soll, angeblich um eine engere Zusammenarbeit mit der HJ auszuloten. Unter anderem soll er mit dem deutschen Botschafter in London und späteren Reichsaussenminister Joachim von Ribbentrop darüber gesprochen haben.

Baden-Powell schrieb Ribbentrop

Zu den Dokumenten des britischen Geheimdienstes gehörte auch ein Brief Baden-Powells an Ribbentrop, in dem er diesem für das Treffen dankte. Die Pfadfinder erklärten am Mittwoch, der Ton dieses Schreibens sei «höflich und diplomatisch» gewesen.

In Wahrheit sei das Verhältnis zwischen der HJ und den Pfadfindern aber angespannt gewesen. So habe die HJ bereits im Januar 1933 gegenüber der Jugendbewegung ihre Feindschaft demonstriert und für sich reklamiert, die alleinige Vertretung deutscher Jugendlicher zu sein. (vin/sda/)

Erstellt: 10.03.2010, 20:53 Uhr

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